Österreich

Schlögl: "Prölls Absage war gut ..."

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:30

Er war von 2000 bis 2001 der rote Widersacher von Erwin Pröll. Im Heute-Interview spricht Purkersdorfs Bürgermeister Karl Schlögl über Prölls Hofburg-Absage, den Stil von SP-Chef Sepp Leitner und Zukunftsthemen seiner Partei.

Erwin Pröll verzichtet auf die Hofburg-Kandidatur. Eine gute Entscheidung?

Ein Duell Fischer-Pröll hätte zu einer großen Polarisierung geführt. Deshalb war es eine gute Entscheidung für Österreich.

Und für Niederösterreich?

Sagen wir so: Für die Landes-SPÖ wäre es besser gewesen, wenn Pröll nach Wien wechselt, weil er natürlich ein mächtiger und populärer Gegner ist. Andererseits: Ein Pröll-Abgang hätte bei der Landes-ÖVP zu Verunsicherung geführt. Und Verunsicherung ist immer schlecht fürs politische Klima.

Ihr Nachfolger Sepp Leitner pflegt einen aggressiven Stil. Kommt das bei den Menschen draußen an?

Heidemaria Onodi hat auf Zusammenarbeit gesetzt, Leitner bevorzugt die Konfrontation. Ich selbst bin eher ein Konsens-Typ. Ich denke, dass man da einen Mittelweg finden muss. Und je näher man bei den Menschen ist, je regionaler man als Politiker tätig ist, desto mehr sollte man auf ein Miteinander bauen.

Hat die SPÖ in NÖ gegen Pröll überhaupt eine Chance?

Natürlich. Man muss nur verstärkt auf Soziales und Sicherheit setzen. Und man darf das Ausländer-Thema und Asylmissbrauch nicht ignorieren.

Sie wurden für Ihre Ausländerpolitik oft kritisiert. Wie beurteilen Sie Ihre Nachfolgerin im Innenministerium?

Zur Politik von Maria Fekter gibt es keine Alternativen.

Reizt Sie ein Comeback in der Spitzenpolitik?

Es war eine schöne Zeit. Aber dieses Kapitel ist für mich erledigt. Und zwar endgültig.

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