Das Schloss Hof ist das größte Schloss des Marchfeldes und liegt direkt in der gleichnamigen Ortschaft in der Gemeinde Engelhartstetten (Bezirk Gänserndorf), nahe an Wien und unweit der slowakischen Grenze. Im 18. Jahrhundert hat Prinz Eugen von Savoyen das Schloss zu einem prunkvollen Landsitz ausgebaut. Heute lockt es zahlreiche Gäste an.
Im vergangenen Jahr zählte man dort 308.000 Besucherinnen und Besucher – so viele wie noch nie zuvor. Klaus Panholzer, der Geschäftsführer der Schönbrunn Group, die kürzlich erst die Gastronomie übernommen hat, spricht von einem "besonderen Meilenstein". Auch die anderen Standorte der Gruppe konnten zulegen: Das Wiener Schloss Schönbrunn selbst erreichte seinerseits um zehn Prozent mehr Gäste, das Sisi Museum verzeichnete ein Plus von sechs Prozent und das Möbelmuseum Wien 18 Prozent.
Schloss Hof, mit seinen barocken Terrassengärten, verfügt über einen Gutshof, wo Tiere gehalten werden und Handwerk gezeigt wird. Insgesamt erstreckt sich das Areal über mehr als 70 Hektar. Das Schloss ist vor allem für Ausstellungen, historische Feste und die beliebten Oster- und Adventmärkte bekannt.
Die Schönbrunn Group sieht den Grund für den Besucheransturm auf Schloss Hof vor allem beim Kinderprogramm. Zusätzlich dürften aber auch Sonderausstellungen und Veranstaltungen viele Leute aus der Region und ganz Österreich angelockt haben.
"Wir freuen uns über diese äußerst positive Entwicklung. Die Begeisterung unserer Gäste spornt uns an, diesen Weg mit neuen Angeboten und einem starken Fokus auf Qualität auch in Zukunft fortzusetzen. Als Schönbrunn Group erwirtschaften wir unsere Erträge ohne staatliche Förderungen oder Steuergeld – ausschließlich aus Eintrittsgeldern, Shoperlösen, Veranstaltungen und Vermietungen. Das ermöglicht es uns, sowohl den laufenden Betrieb als auch notwendige Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen vollständig aus eigenen Mitteln zu finanzieren", sagt Panholzer.
Insgesamt stieg die Zahl der Gäste bei den vier Standorten der Schönbrunn Group von rund 4,8 Millionen im Jahr 2024 auf 5,3 Millionen. Die meisten Gäste kamen laut Panholzer wieder aus Deutschland, gefolgt von den USA.
Aber auch bei den österreichischen Gästen gab es einen stetigen Zuwachs. Das dürfte die Betreiber zu neuen Ideen anspornen. Man darf auch die eine oder andere Überraschung gespannt sein.