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"Schmerzen" – Männer fangen beim Coiffeur Pilz ein

Mehrere Leser berichten, dass sie sich beim Coiffeur mit einer Pilzinfektion an der Kopfhaut angesteckt haben. Einige kriegen die Erkrankung kaum los.
04.08.2023, 08:19
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Bei jungen Männern im Baselbiet wird derzeit vermehrt Hautpilz auf der Kopfhaut registriert. Von der Verbreitung ist vor allem die Region Liestal betroffen. Nikolaj (22) hat sich den Pilz Anfang Jahr eingefangen. "Eines Morgens entdeckte ich plötzlich eine rote, schuppige Stelle bei meinem rechten Ohr." Als er deswegen einen Arzt aufsuchte, habe dieser ihm mitgeteilt, dass es sich um einen sogenannten Trichophyton tonsurans handle.

"Nur fünf Tage zuvor war ich beim Coiffeur. Als ich ihm das erzählte, sagte der Arzt, dass der Pilz höchstwahrscheinlich dort über Rasierapparate und Kämme übertragen wurde. Der Pilz sei hochansteckend." Danach habe Nikolaj für rund drei Wochen täglich eine Salbe auf die Stelle auftragen müssen. "Es war lästig. Nur so bin ich den Hautpilz losgeworden." Laut dem 22-Jährigen habe er den Coiffeur über den Vorfall informiert. "Seither meide ich den Salon."

"Das macht mich immer noch wütend"

Der kantonsärztliche Dienst vom Kanton Basel-Land bestätigt, dass mehrheitlich junge Männer mit rasierten Seiten und Hinterköpfen vom Pilz betroffen sind. Einen sogenannten Undercut trägt auch ein 16-jähriger News-Scout. Auch ihn plage die Hauterkrankung seit seinem letzten Coiffeurtermin im Mai. "Auch noch Wochen nach der Infektion wache ich nachts mit Schmerzen auf, wenn ich auf der betroffenen Stelle gelegen habe."

Die vom Arzt verschriebene Salbe helfe nur teilweise. Auch Freunde des 16-Jährigen hätten nach dem Besuch beim selben Friseur einen Pilz an der Kopfhaut entdeckt. "Wegen mangelnder Hygiene muss ich diese lästige Infektion ertragen. Das macht mich immer noch wütend."

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