Österreich

Schmutzige Hotelzimmer, Flugverspätung und Terrorangst

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:26

2.400 Oberösterreicher wendeten sich heuer bereits an die AK, weil sie Probleme im Urlaub hatten. Welche fünf Beschwerden es besonders häufig gab, lesen Sie hier.

2.400 Oberösterreicher wendeten sich heuer bereits an die AK, weil sie Probleme im Urlaub hatten.  Welche fünf Beschwerden es besonders häufig gab, lesen Sie hier. 
Im Urlaub ausschalten und so richtig entspannen können – für  2.400 Oberösterreicher war das heuer nicht der Fall. Sie riefen die Arbeiterkammer OÖ um Hilfe, weil es Probleme mit Flug, Hotel, Buchung oder dem Reiseland gab. Die Top 5 Probleme:


Flugannullierung oder Verspätung: Die meisten Beschwerden gab es bei der AK OÖ heuer wegen verspäteter oder gestrichener Flüge. Viele Urlauber erfuhren erst am Flughafen, dass ihr Flug gestrichen oder um ein bis zwei Tage verschoben worden war. Und: "In den meisten Fällen wurde eine Entschädigungsleistung von der Fluglinie unter dem Hinweis des technischen Gebrechens verweigert", so die AK OÖ. Doch: In 70 von rund 110 Fälle konnte die AK über die Online-Anwaltskanzlei "fairplane" eine Entschädigung erkämpfen.
Mängel vor Ort: In einem schmutzigen, mangelhaften Zimmer mit Baustellenlärm sollte eine Linzer Familie während ihres zweiwöchigen Türkeiurlaubs schlafen – kein Einzelfall. Laut AK OÖ sind Mängel vor Ort die zweithäufigste Beschwerde von Urlaubern aus OÖ. Die Experten raten: "Sammeln Sie Fotos, Videos und Zeugenaussagen als Beweis. Wenn die Mängel nicht behebbar sind, können Sie nach Ende der Reise eine Preisminderung beim Veranstalter geltend machen." Noch besser: Falls möglich, schon einen Vertreter vor Ort kontaktieren.
Unzufriedenheit bei Kuba-Reisen:Vor allem im Frühling tauchten laut AK heuer vermehrt Beschwerden wegen Kuba-Reisen auf. Erhebliche Mängel im gebuchten Hotel – wie Schimmel, verstopfte WC-Anlagen oder kein Warmwasser – gab es etwa bei einem Mühlviertler Paar. Eine Verbesserung war laut Veranstalter nicht möglich, Reisegutscheine wurden als Entschädigung angeboten. Die müssen laut AK OÖ nicht akzeptiert werden, im Falle des Mühlviertler Paares wurde eine Teil-Rückzahlung des Reisepreises erstritten.
Probleme bei der Onlinebuchung: Als ein Linzer seinen Flug über eine Vermittlungsseite online buchen wollte, tauchte eine Meldung auf, dass der Vorgang fehlgeschlagen sei. Der Urlauber buchte deshalb erneut – und bekam dann für beide Versuche eine Buchungsbestätigung. Auf Anfrage erklärte der Vermittler, dass er zwei Buchungsanfragen bekommen hätte. Die AK OÖ rät in solchen Fällen vor jedem Buchungsschritt einen Screenshot zu machen und diesen zu speichern. Insbesondere dann, wenn eine Fehlermeldung auftaucht.
Stornierung wegen Terrorangst: Laut AK OÖ hatten heuer auch zahlreiche oberösterreichische Urlauber Bedenken aufgrund der Terroranschläge in der Türkei und in Frankreich, wollten ihre Reisen zum Teil stornieren. In vielen Fällen wurde gemeinsam mit den Reiseveranstaltung eine Lösung erzielt.


 

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