Schnedlitz: "Unkrautbekämpfung gegen Konflikte"

Michael Schnedlitz, Generalsekretär der FPÖ
Michael Schnedlitz, Generalsekretär der FPÖ(Bild: privat)
Die Wienwahl rückt näher, die FPÖ verschärft ihre Rhetorik. Die Freiheitlichen wollen laut FPÖ-General Schnedlitz Partei der Unkrautbekämpfung sein.

"Hoch gewinnen werden wir das nimma", zeigt Michael Schnedlitz in Anbetracht der nahen Wien-Wahl Galgenhumor gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" (Anm.: legendärer Toni Pfeffer-Sager in der Halbzeit-Analyse beim 0:9 gegen Spanien). Über das Wien-Wahlziel will Schnedlitz gar nicht reden, das überlasse er der Landespartei.

Kettenhandschuhe und Unkrautbekämpfung

Weiters sieht Schnedlitz die Talsohle seiner Partei erreicht und jetzt seien "Ketten- und keine Samthandschuhe gefragt". Der FP-Generalsekretär lobte Norbert Hofer für seinen Sager "Der Koran ist gefährlicher als Corona" und wird von der "Tiroler Tageszeitung" so zitiert: "Ein Unkrautbekämpfungsmittel, das das Problem bei der Wurzel – nämlich der ungezügelten Zuwanderung – packt, ist nötig."

Auf Nachfrage stellt der FP-General klar, dass er dies so nie gesagt habe, sondern dass einige Medien dies so verkürzt brachten - seine Originalaussage: "Gegen ausländische Konflikte wie Tschetschenenmord oder Türkenkonflikt braucht es ein Unkrautvernichtungsmittel, das das Problem an der Wurzel packt. Die Wurzel dieser Konflikte ist die Zuwanderung."

Weiters erachtete Michael Schnedlitz im Gespräch mit der Zeitung das endgültige Aus der Gis-Gebühren als notwendiger denn je.

"FPÖ glänzt einmal mehr"

Für seinen "Unkrautbekämpfungsmittel"-Sager kam für den Wr. Neustädter Bürgermeisterstellvertreter prompt Kritik von den Grünen. Tanja Windbüchler (Grüne Wr. Neustadt) dazu: "Einmal mehr glänzt die FPÖ mit rechten Aussagen, die Konsequenzen haben müssen. Ein Unkrautbekämpfungsmittel, das das Problem bei der Wurzel – nämlich der ungezügelten Zuwanderung – packt, ist klarer Rücktrittsgrund als Abgeordneter zum Nationalrat und als Stadtrat. Und es muss hier von Seiten der ÖVP endlich der Schlussstrich gezogen werden!“

Tanja Windbüchler kritisiert Schnedlitz-Sager
Tanja Windbüchler kritisiert Schnedlitz-Sager(Bild: privat)

Abgrenzung gefordert

Weiters kritisiert Windbüchler auch die SPÖ Wr. Neustadt und vor allem auch Bürgermeister Klaus Schneeberger (VP). Denn die SP habe ein Arbeitsübereinkommen mit der FP und die VP eine Koalition. Windbüchler fordert hier eine klare Abgrenzung. 

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