Österreich

Schnee legt Stromnetz in Osttirol & Kärnten lahm

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:14

Vom Westen her überzieht eine Kaltfront weite Teile Österreichs mit Regen, Schnee und Eiseskälte. Am Donnerstag zeigt sich die weiße Pracht vom Bodensee bis ins Mühlviertel, die Temperatur stürzt um bis zu 20 Grad. Nur im Osten gibt es höchstens Schneematsch. In Osttirol und Kärnten sorgte der Schneefall für Stromausfälle.

Vom Westen her überzieht eine Kaltfront weite Teile Österreichs mit Regen, Schnee und Eiseskälte. Am Donnerstag zeigt sich die weiße Pracht vom Bodensee bis ins Mühlviertel, die Temperatur stürzt um bis zu 20 Grad. Nur im Osten gibt es höchstens Schneematsch. In Osttirol und Kärnten sorgte der Schneefall für Stromausfälle.

In Osttirol und Kärnten zeigte der Winter seine eisige Seite. Durch die Schneefälle, umgestürzte Bäume und Hangrutschungen blieb es in rund 2000 Osttiroler Haushalten dunkel. Der Stromversorger Tiwag arbeitete mit Hochdruck daran, die Versorgung wieder herzustellen. Der Versuch, die Versorgung von Kärnten aus durchzuführen, misslang. Viele Menschen harren seit Mittwoch ab 21 Uhr ohne Strom aus.

Das südlichste Bundesland hatte selbst mit Problemen zu kämpfen, dort waren im Gailtal etwa 1.000 Haushalte ohne Strom - Ursache sei aber nicht das Wetter gewesen, betont die Kelag. Wegen starker Regenfälle ist es in der Nacht auf Donnerstag im Oberkärntner Bezirk Spittal, aber auch teilweise im Bezirk Hermagor zu mehreren kleinräumigen Überschwemmungen, Hangrutschungen, ausgeuferten Bächen und überfluteten Kellern gekommen.

Landesstraße wegen Mure gesperrt

In der Gemeinde Flattach (Spittal) gingen zwei Muren ab - eine in Innerfragant und eine im Ortsteil Waben. Letztere war 18 Meter breit und 80 Meter lang, wie die Polizei meldete. Die Landesstraße wurde bis auf Weiteres gesperrt. Der Landesgeologe war am Donnerstag angefordert worden, um die Lage beurteilen. Die Niederschlagssituation hatte sich am Donnerstag bereits wesentlich entspannt, sagte Meteorologe Paul Rainer. Die Schneefallgrenze werde nun zunehmend sinken, bis auf rund 700 Meter.

Am Donnerstag fällt vom Bodensee bis zum Mühlviertel von der Früh weg häufig Regen, wobei die Schneefallgrenze zu Beginn noch bei 700 bis 1100 Meter liegt, bis zum Nachmittag dann aus Westen aber meist bis in die Niederungen sinkt. In den restlichen Regionen Österreichs kommt es nur zu einigen Schauern mit etwas Sonne zwischendurch. Schnee fällt ab rund 1000 Meter, am Abend fallen Flocken bis gegen 600 Meter. Die Temperaturen steigen von West nach Ost auf 0 bis 14 Grad.

Der Freitag bringt überall viele Wolken und über den Tag verteilt kann es beinahe in allen Regionen ein wenig Schnee oder Schneeregen geben. Am ehesten ganztags trocken bleibt es im Nordosten des Landes. Am Alpenostrand weht mäßiger bis lebhafter Nordwestwind und die Temperaturen steigen auf kühle -3 bis 7 Grad. Vorsicht für die Autofahrer: Die Straßen werden ziemlich rutschig sein!

Temperatursturz um 20 Grad

Für die Menschen in Österreich, aber auch im Rest Europas wird sich die Kältewelle wie ein Temperaturschock anfühlen. Wo es am Dienstag mit Fön noch an die 17 Grad hatte, sind es bis Freitag und Samstag knapp unter Null. Das bedeutet einen Temperatursturz um ganze 20 Grad Celsius. Nachts wird es zwischen null und Minus sieben Grad kalt, bei Schnee sogar bis minus zwölf Grad. In England etwa wird überhaupt schon mit einem bitterkalten Dezember bei permanenten Temperaturen von -20 Grad spekuliert.

. Derzeit sind etwa noch viele Pisten in den Salzburger Skigebieten frühlingshaft grün statt weiß. Sie werden ab Donnerstag, spätestens am Freitag in allen Lagen beschneien können und damit vielleicht schon am Wochenende in die Saison starten können. Auch in der nächsten Woche wird es kühl bleiben, eine flächendeckende technische Beschneiung werde möglich sein.

Jetzt E-Paper lesen