In Frankreich sind bei Verkehrsunfällen wegen Schnee und Eis fünf Menschen ums Leben gekommen. Das haben die Behörden am Dienstag bestätigt. Im Norden und Westen vom Land hat wegen Glatteis die zweithöchste Warnstufe gegolten. In vielen Orten sind die Schulbusse gar nicht gefahren. Besonders im Westen hat es auch beim Zugverkehr Probleme gegeben, mehrere Strecken waren komplett gesperrt. Die TGV-Schnellzüge waren mit gedrosseltem Tempo unterwegs.
Sechs kleinere Flughäfen im Westen und Norden Frankreichs sind am Dienstag wegen dem Winterwetter geschlossen gewesen. Der Flugbetrieb auf den Pariser Flughäfen ist aber nicht betroffen, hat Verkehrsminister Philippe Tabarot dem Sender BFM gesagt. Im Nahverkehr von Paris hat es am Vormittag trotzdem noch teils Störungen gegeben.
Am Montag sind an den Pariser Flughäfen Charles-de-Gaulle und Orly rund 15 Prozent der Flüge ausgefallen. Im Raum Paris hat es am Abend im Berufsverkehr Staus gegeben, die fast 1000 Kilometer lang waren. Am Montmartre in Paris haben sich währenddessen Schlitten- und Skifahrer am Schnee gefreut.
Verkehrsminister Tabarot hat dem Wetterdienst vorgeworfen, den Schneefall unterschätzt zu haben. "Es seien nur drei Zentimeter Schnee vorhergesagt worden, aber bis zu acht Zentimeter gefallen." Solche Schneemengen sind in den betroffenen Regionen, zum Beispiel an der französischen Atlantikküste, eher eine Seltenheit.