Während sich die Wettersituation nach dem Sturm Gonzalo in weiten Teilen Österreichs gebessert hat, haben die Einsatzkräfte in Salzburg, Tirol und Vorarlberg auch in der Nacht auf Donnerstag alle Hände voll zu tun gehabt. Erheblicher Schneefall oder starker Regen sorgen für erhebliche Probleme. In Tirol waren 1800 Haushalte ohne Strom. Die Niederschläge dürften noch den Rest des Tages andauern.
Während sich die Wettersituation nach dem oder starker Regen sorgen für erhebliche Probleme. In Tirol waren 1800 Haushalte ohne Strom. Die Niederschläge dürften noch den Rest des Tages andauern.
Der Winter hat Tirol bereits fest im Griff. Die "weiße Pracht" fiel in Höhenlagen ab 800 bis 1.100 Metern. Für den Nachmittag wurde ein Nachlassen der Niederschläge vom Oberland her vorhergesagt. Im Unterland sollte es bis in die Abendstunden schneien
Der starke Schneefall hat zu Stromausfällen geführt. Laut "Tiroler Tageszeitung" (Online-Ausgabe) waren zwischenzeitlich 1800 Haushalte in den Gemeinden Brandenberg, Obsteig/Barwies, Hainzenberg, Zellberg, Gerlos, Ellmau, Going, Kirchberg, Reith bei Kitzbühel, Fieberbrunn und Hochfilzen ohne Strom.
Arlbergbahn unterbrochen
Am Arlberg und in Dalaas sind Bäume auf die Oberleitung gestürzt - die Arlbergbahn ist bis Donnerstagmittag unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr zwischen Landeck und Bludenz wurde eingerichtet. Auch die Bahnstrecke zwischen Brenner und Steinach ist unterbrochen.
Auf der Spisser Landesstraße, auf der Rajachstraße und am Arlbergpass herrscht stellenweise Kettenpflicht. Auch am Zirler Berg und zwischen Seefeld und Telfs ist man mit der vollen Winterausrüstung gut beraten.
Autofahrer mussten sich in der Früh gedulden und vorsichtig fahren. Am Holzleitensattel sorgen umgestürzte Bäume für Probleme, die Namloser Landesstraße von Stanzach nach Bichlbach wurde wegen starken Schneefalls gesperrt. Im Unterland legte ein über das Ufer getretener Bach die Rotholzer Straße lahm.
Bis zu ein Meter Schnee in Vorarlberg
Der Wintereinbruch hat in der Nacht auch Vorarlberg heimgesucht. Vor allem im Arlberggebiet, im Bregenzerwald, dem Großen Walsertal und Kleinwalsertal bis unter 800 Meter Seehöhe ist Neuschnee gefallen. In den nördlichen Regionen wurde bis zu ein Meter Neuschnee gemessen, auf der Silvretta bis zu 80 Zentimeter, teilte die Landeswarnzentrale Vorarlberg mit. Bis zum Nachmittag soll sich die Situation aber bereits wieder entspannen.
Umgestürzte Bäume und Erdrutsche verursachten unter anderem im Bregenzerwald und auf der Faschinastraße (L88) Verkehrsprobleme. Auf allen höher gelegenen Straßen bestand allgemeine Winterreifenpflicht. Die Zahl der Verkehrsunfälle hielt sich vorerst in Grenzen.
Lawinengefahr auf Straßen im Ländle
Lawinengefahr bestand auf der Lechtal Straße (L198), der Abschnitt zwischen Lech und Warth war deshalb in beiden Richtungen gesperrt. Ebenfalls gesperrt waren die Silvrettastraße (L188) zwischen Partenen und der Vorarlberger Landesgrenze sowie die Silvretta Hochalpenstraße und die Laternserstraße (L51) zwischen Laterns und Damüls. Im Bregenzerwald zwischen Krumbach und Hittisau und bei Doren gab es Verkehrsbehinderungen infolge von Erdrutschen.
Trotz der Schneefälle kam es im Ländle bisher nur zu wenigen Verkehrsunfällen. Wegen der schlechten Sicht durch Schneeregen übersah ein 19-jähriger Autolenker auf der Silvrettastraße in Schruns einen 74-jährigen Fußgänger. Der Pensionist wurde von dem Pkw erfasst. Er wurde in das Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht.
Autofahrer steckten mit Sommerreifen im Schnee fest
Auch in Salzburg fanden die Wettekapriolen in Salzburg eine Fortsetzung - in fast allen Bezirken mussten Feuerwehren ausrücken. Am Dientener Sattel auf der Hochkönig Bundesstraße und in Obertauern auf der Katschberg Bundesstraße wurden Autofahrer vom Schnee überrascht und mussten geborgen werden. In Maria Alm brachte der schwere Schnee einen Baum zu Fall, der die Stromleitung beschädigte.
In niedrigeren Lagen kam es wiederum zu Überschwemmungen wie bei Seekirchen, in Anthering oder in Adnet. Die Feuerwehr vermeldete am Vormittag insgesamt 21 Einsätze durch 14 Feuerwehren, die Hälfte davon im Flachgau wegen Auspumparbeiten.
Bahnunterbrechungen auch in Kärnten und Steiermark
In anderen Teilen Österreichs ist der Bahnverkehr noch von Sturm Gonzalo gestört. Die Strecken zwischen Feldkirchen und Villach (Kärnten), Spielfeld und Bad Radkersburg (Steiermark), Bad Aussee und Stainach-Irdning (Steiermark) sind unterbrochen. Die Arbeiten laufen.