Video zeigt harten Kampf gegen die Schneemassen

Von der Außenwelt abgeschottet und von Lawinen bedroht – seit Wochen kämpfen Teile Österreichs gegen enorme Schneemengen.

Viele Regionen haben nach wie vor mit den immensen Schneemassen der letzten Wochen zu kämpfen. Und am Wochenende kommt eine ausgeprägte Warmfront auf, die neben höheren Temperaturen auch wieder einiges an Neuschnee mitbringt.

Lawinensprengungen & Co stehen deshalb auf der Tagesordnung, um für die Sicherheit von Skiurlaubern und den Bewohnern der betroffenen Regionen zu sorgen. Die Einsatzkräfte vor Ort werden bereits seit Mitte Jänner vom Bundesheer tatkräftig unterstützt.

Ein Kamerateam von ATV hat die Truppen begleitet und zeigt in einer Reportage "Schneechaos in Österreich" (Samstag, 20.15 Uhr) hautnah, wie das Bundesheer eine Lawinensprengung per Hubschrauber im Raum Tuxer Alpen durchführt und einem Hotel, das volle Wucht von einer Lawine getroffen wurde, in der Steiermark zur Hilfe eilt.

"Der erste Anblick ist schon sehr schockierend, weil das sind zwei Meter hohe Schneemassen und die sind eigentlich durch das Hotel durchgerast", wird ein Rekrut des Bundesheeres zitiert.

(Quelle: ATV)

Seit Mitte Jänner waren insgesamt 1.700 Soldaten aufgrund der Schneemassen im Einsatz und haben oft tagelang kräftezehrende Arbeiten wie Schneeschaufeln verrichtet.

+++ Junge Familienväter sind "typische Lawinenopfer" +++

Wochenlang von der Außenwelt abgeschirmt

Neben den Einsätzen, werden auch die Schicksale der Betroffenen gezeigt: Wie geht es den Bewohnern, wenn ihre Gemeinde von der Außenwelt abgeschnitten ist? Oder den Bauern, wenn ihre Höfe aufgrund der hohen Lawinengefahr evakuiert werden müssen?

Vom steirischen Hüttenwirt Ludwig Peskoller, der wochenlang bei Minus-Graden auf 1.796 Metern Höhe am Polster oberhalb des Präbichl festgesteckt war, haben dank seiner Facebook-Berichterstattung viele etwas mitbekommen, die Geschichten vieler anderer Betroffener sind weniger bekannt, aber genauso tragisch.

Wieder Neuschnee im Anmarsch

Passend dazu präsentiert sich am Wochenende auch das Wetter. Denn der Samstag beginnt laut Ubimet in den Nordalpen von Vorarlberg bis nach Oberösterreich bereits dicht bewölkt und mit Schneefall. Tagsüber breitet sich der Schneefall rasch bis zur Rax-Schneeberg-Region aus und greift trotz freundlicherer Phasen vorübergehend auch auf die Regionen südlich des Alpenhauptkamms über. Dabei steigt die Schneefallgrenze generell von tiefen Lagen gegen 500 bis 900 m an. Vor allem von den Kitzbüheler Alpen bis zur Eisenwurzen regnet und schneit es anhaltend und kräftig, im Salzkammergut sind in mittleren und höheren Lagen bis zu 50 cm Neuschnee zu erwarten.

Der Wind weht in den Hochlagen stürmisch aus Nordwest, auf exponierten Gipfeln sind mitunter schwere Sturmböen zu erwarten! Dazu wird es in allen Höhen milder: Auf 3.000 m erreichen die Temperaturen am Nachmittag -8 Grad, auf 2.000 m werden dann rund -2 Grad erreicht. (ek/red)

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