Schneeerlebnis­welt Wien-Aspern ist pleite

Die Schneeerlebniswelt Aspern inmitten der neuen Seestadt am Rande Wiens hat kein Geld mehr und dürfte auf einen unseriösen Investor hereingefallen sein. Das berichtet der "Kurier". Ein neuer Mehrheitseigentümer soll vor dem Einstieg stehen.

Die inmitten der neuen Seestadt am Rande Wiens hat kein Geld mehr und dürfte auf einen unseriösen Investor hereingefallen sein. Das berichtet der "Kurier". Ein neuer Mehrheitseigentümer soll vor dem Einstieg stehen.

"Ski fahren - Snowboarden - Zipflbob fahren - 365 Tage im Jahr ! Und das mitten in Wien!", mit diesem Slogan wirbt die Schneeerlebniswelt Seestadt Aspern. "Und das unabhängig davon, ob es Schnee gibt oder nicht."

Dank Hightech Rutschmatten aus Plastik wurde Wintersport bei jeder Temperatur möglich. Auf 2500 Quadratmetern und im Endausbau sogar 4000 Quadratmetern hätte die Schneeerlebniswelt für Anfänger und mäßig Fortgeschrittene gedacht sein sollen.

"Betrieb ist lukrativ"

Rund 550.000 Euro wurden in die Anlage bisher investiert, im Dezember 2014 rutschten die ersten Fans die zarten Hänge hinunter. 2015 schlitterte der Betreiber der Kunststoffpiste aber in die Pleite. Laut "Kurier" hat das Unternehmen "ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt".

"Der Betrieb ist lukrativ und läuft gut, die Gäste kommen aus ganz Wien, der Zulauf wird immer mehr. Wir haben auch in der Gastronomie zugebaut. Und wir sind auch für die Semesterferien ausgebucht", sagt Martin Freiberger, der geschäftsführende Gesellschafter, im "Kurier" zur Lage. Ein Investor sei jedoch ausgefallen. Alles was dieser zugesagt habe, sei nicht aufgegangen. "Wenn wir diesen Investor nicht gehabt hätten, hätten wir die Anlage nicht so groß gebaut." Bevor der Betrieb eingeht, habe man sich für den Weg zum Insolvenzgericht entschieden.

Zusätzlich gebe es Probleme mit einem Lieferanten, der qualitativ minderwertige Produkte geliefert hat und wo eine gütliche Einigung trotz vieler Versuche nicht möglich scheint. Jetzt soll sich ein neuer Investor einbringen.

Rund 360.000 Euro Schulden

Für das Geschäftsjahr 2014 liegt noch keine Bilanz im Firmenbuchgericht vor. Der "Kurier" beriichtet weiters, dass laut AKV und KSV1870 das Unternehmen rund 360.000 Euro Schulden habe.

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