Wirtschaft

Schnitzel im Westen am teuersten!

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:13

In rund 160 zufällig ausgewählten Restaurants in ganz Österreich hat die Arbeiterkammer Tirol und der Verein für Konsumenteninformation die Preise für ein Wiener Schnitzel verglichen. Das Ergebnis zeige ein starkes Ost-West-Gefälle, sagte Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl. Die westlichen Bundesländer Vorarlberg, Tirol und Salzburg seien um einiges teurer als die übrigen Bundesländer.

In rund 160 zufällig ausgewählten hat die Arbeiterkammer Tirol und der Verein für Konsumenteninformation die Preise für ein Wiener Schnitzel verglichen. Das Ergebnis zeige ein starkes Ost-West-Gefälle, sagte Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl. Die westlichen Bundesländer Vorarlberg, Tirol und Salzburg seien um einiges teurer als die übrigen Bundesländer.

Das billigste Schnitzel bekamen die Testesser in der Gegend von Eisenstadt um sechs Euro serviert. Am tiefsten in die Tasche greifen mussten sie für ein "Wiener" in Bregenz um 18 Euro. "Der Preis ist jedoch kein Qualitätskriterium", meinte Zangerl. Das perfekte Schnitzel sei den Testessern schon um sieben Euro aufgetischt worden.

Auch bei anderen getesteten Produkten sei die Bandbreite vom billigsten zum teuersten enorm. So koste beispielsweise ein halber Liter Apfelsaft mit Mineralwasser gespritzt im günstigsten Fall bei einem Wirten im Burgenland 1,40 Euro. In einem Wiener Lokal sei den Testern laut Studie mit 5,60 Euro das Vierfache berechnet worden.

"Preistreiberei Einhalt gebieten"

Der Präsident der AK-Tirol forderte angesichts der Studienergebnisse: "Das Land Tirol muss dieser Preistreiberei Einhalt gebieten oder den Menschen finanziell unter die Arme greifen, damit man sich das Leben in unserem Land noch leisten kann." Die überhöhten Preise im Westen seien nicht gerechtfertigt, kritisierte Zangerl.

Rund 160 Mal wurde in zufällig ausgewählten ­Restaurants in den Landeshauptstädten ­sowie der ländlichen Umgebung dieselbe Bestellung aufgegeben: Wiener Schnitzel mit Bier und danach ein Kaffee. Während sie aufs Essen warteten, haben die Tester die Speisekarte aufmerksam studiert und analysiert. Sozusagen außer Konkurrenz unterzogen sie zudem die Qualität von Schnitzel und Kaffee sowie den Service im Lokal einer kritischen Betrachtung.

Bei den Preisen konzentrierten sich die Tester aus Gründen der Vergleichbarkeit auf zwölf ­gängige Getränke und Speisen. Den Getränkebereich deckten Mineralwasser, Apfelsaft gespritzt, Coca Cola, Bier vom Fass sowie der weiße Spritzer ab. Bei den Suppen legte man sich auf Frittaten- und Nudelsuppe fest. Als kleine Jausenmahlzeit landete das Paar Frankfurter auf der Liste und beim Hauptgang sollten es die Klassiker Wiener Schnitzel und Schweinsbraten sein.

Traditionelles nicht immer Standardangebot

Zum Dessert genehmigten sich die Tester schließlich den traditionellen Apfelstrudel mit einer Melange oder einem Verlängerten. Bereits die vermeintlich überall angebotenen Frankfurter sind beileibe nicht in jedem Wirtshaus zu bekommen, eine grö­bere Lücke tut sich beim Schweinsbraten auf und auch der Apfelstrudel gehört nicht mehr zum Standardangebot.

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