Spinnen-Alarm im Osten Österreichs: Die Südrussische Tarantel breitet sich offenbar weiter aus. Besonders im Burgenland werden derzeit immer wieder Südrussische und auch Schwarzbäuchige Taranteln gesichtet.
Die Tiere können eine beachtliche Größe erreichen. Die Südrussische Tarantel wird bis zu vier Zentimeter groß und zählt damit zu den größten Spinnen Mitteleuropas.
Gerade an milden Herbsttagen können die Tiere auch in Gärten, Häusern oder Kellern auftauchen. Grund dafür ist unter anderem die Paarungszeit: Die Männchen sind derzeit verstärkt auf der Suche nach Weibchen und deshalb deutlich häufiger unterwegs.
Einen echten Schreckmoment erlebte auch "Heute"-Leserin Sabine. Sie entdeckte eine auffällig große Spinne in Wasenbruck im Bezirk Bruck an der Leitha.
"Die Tarantel wohnt in einem Loch am Damm in Wasenbruck", berichtet die Leserin. Bei dem Tier dürfte es sich um eine Südrussische Tarantel handeln.
So bedrohlich die großen Spinnen wirken können: Für Menschen gelten sowohl die Südrussische als auch die Schwarzbäuchige Tarantel als harmlos. Der Naturschutzbund rät daher ausdrücklich davon ab, die Tiere zu verletzen oder zu töten.
Verirrt sich eine Spinne ins Haus, kann sie vorsichtig mit einem Glas oder einem ähnlichen Behälter eingefangen und anschließend ins Freie gesetzt werden. Im Freien sollte man die Tiere hingegen möglichst in Ruhe lassen. Ein Umsetzen an einen anderen Ort kann ihre natürliche Wanderung stören.
Wer derzeit im Osten Österreichs eine ungewöhnlich große Spinne entdeckt, muss also nicht gleich in Panik geraten – auch wenn der Anblick zunächst durchaus Respekt einflößen kann.