Ausgerechnet am französischen Nationalfeiertag platzte der große WM-Traum der Equipe Tricolore. Frankreich verlor das Halbfinale gegen Spanien mit 0:2, Superstar Kylian Mbappe schlich nach dem Schlusspfiff mit gesenktem Kopf vom Platz. Währenddessen feierte Spaniens Jungstar Lamine Yamal den Finaleinzug mit seinem kleinen Bruder auf der Tribüne.
Die Spanier präsentierten sich über 90 Minuten eiskalt und defensiv nahezu fehlerlos. Mikel Oyarzabal brachte den Europameister nach einem an Yamal verursachten Elfmeter in der 22. Minute in Führung, Pedro Porro machte mit dem 2:0 (58.) alles klar.
Frankreich fand gegen die spanische Abwehr kaum ein Mittel. Auch das hochkarätig besetzte Offensiv-Trio um Mbappe, Michael Olise und Ousmane Dembele blieb weitgehend wirkungslos. Die wenigen Chancen entschärfte Spaniens Keeper Unai Simón souverän.
Für die Equipe Tricolore ist das Aus besonders bitter: Statt zum dritten Mal in Folge ins WM-Finale einzuziehen, scheiterte Frankreich – wie schon im EM-Halbfinale – erneut an Spanien. Der Traum vom nächsten WM-Titel ist geplatzt. Nun geht es nur noch am Samstag in Miami um den dritten Platz, ein schwacher Trost.
Spanien kämpft am Sonntag gegen Argentinien oder England um den zweiten WM-Titel der Verbandsgeschichte nach 2010. Für Frankreich endet gleichzeitig eine Ära: Nach 14 Jahren gibt Teamchef Didier Deschamps das Nationalteam an seinen Nachfolger Zinédine Zidane ab.