Schockvideo zeigt, wie Pferde Berghang hinunterstürzen

Das Video zeigt mehrere Pferde, die einen Abhang hinunterstürzen.
Das Video zeigt mehrere Pferde, die einen Abhang hinunterstürzen.Screenshot 20 Minuten
Mehrere Pferde galoppieren einen Berghang entlang, drei von ihnen verlieren die Kontrolle und stürzen in den Tod. Was ist nur passiert?

Ein Video aus der italienischen Provinz Reggio Emilia, das momentan auf Social Media kursiert, sorgt bei Zuschauern für Erschüttern: Die Aufnahme zeigt, wie mehrere Pferde, die am Monte Cusna grasen, erschreckt davonrennen. Drei davon verlieren die Orientierung und stürzen den Berghang hinunter in den Tod.

Wie lokale Medien berichten, kamen beim tragischen Unfall zwei erwachsene Pferde – darunter ein trächtiges Weibchen – und ein Fohlen ums Leben. Eine Gruppe junger Wanderer hatte die Kadaver später aufgefunden. 

"In solches Gelände gehören keine Pferde"

Auf Facebook äußern sich einige Kommentierende betrübt: "Einfach traurig. So sollte eine Wanderung weder anfangen noch enden." Andere wiederum kritisieren die Haltebedingungen der Pferde: "Auf ein solches Gelände gehören keine Pferde. Himmeltraurig so etwas!", schreibt eine Frau. Eine weitere Userin pflichtet ihr bei.

Das Gelände sei nicht das Problem, argumentiert ein anderer User. "Bei uns sind heuer auch Pferde vom Fels gestürzt." Später habe sich herausgestellt, dass sie von einer Drohne in Panik versetzt worden sind. Ein Mann stimmt ihm zu: "Ich kenne viele, die ihre Pferde und Fohlen auch in solchem Gelände am Berg weiden lassen – passiert ist aber noch nie etwas."

Grund für Unglück unklar

Pferde seien typische Fluchttiere, kontrollierten beständig ihre Umwelt und könnten auf plötzlich auftretende, potenziell gefährliche Reize aus der Umgebung durchaus mit einer abrupten Flucht reagieren, sagt Iris Bachmann, Leiterin einer Forschungsgruppe am Schweizer Nationalgestüt. "Allerdings gewöhnen sie sich auch an ihre Umwelt und die dort wiederkehrenden Situationen, wie zum Beispiel einen rollenden Stein."

Aus der Videosequenz sei allerdings nicht eindeutig ersichtlich, ob es sich überhaupt um eine Fluchtreaktion handle oder ob die unglückliche Galoppade Ausdruck einer sozialen Interaktion sei, die bei den beteiligten Tieren zu einem Verlust des Gleichgewichts und somit zum Absturz geführt habe. "Dass die anderen Pferde so ruhig blieben, spricht eher für diese Variante."

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