Ana Maria Markovic hat schwierige Tage hinter sich. Am Samstag zog sich die Grasshoppers-Stürmerin bei der 1:3-Niederlage im Derby gegen den FC Zürich eine schwere Knieverletzung zu und musste unter Tränen ausgewechselt werden.
Mittlerweile haben sich die schlimmsten Befürchtungen der 23-Jährigen bewahrheitet: Kreuzband und Meniskus sind gerissen, Außen- und Innenband sowie zwei weitere Muskeln in der Kniekehle sind gezerrt.
Eine erste Diagnose: Fast ein Jahr Pause für Markovic. "Ich konnte es nicht glauben", sagt die kroatische Nationalspielerin, als sie "20 Minuten" am Dienstag erreicht. "Mir ist es in den letzten Tagen richtig schlecht gegangen. Ich musste es zuerst einmal verarbeiten, dass ich nun so lange ausfallen werde."
Erst am Montag hatte Markovic ihre schlimme Verletzung in einem Instagram-Post öffentlich gemacht. "Ich habe die ganze Zeit geweint und wollte nicht gleich, dass mir alle schreiben", so die Fußballerin. Darum habe sie mit dem Post einige Tage abgewartet.
Nun will Markovic ihren Fokus schon wieder nach vorne richten. "Ich habe bereits mit mehreren Ärzten gesprochen", sagt die Züricherin. Nun will sie möglichst schnell einen davon aussuchen. "Ich würde gerne diese oder nächste Woche operieren, damit ich möglichst schnell mit der Reha beginnen kann."
Markovic erhält auf ihren Instagram-Post viel Zuspruch. Über 230.000 Userinnen und User haben bislang auf den Beitrag der Stürmerin reagiert. Viele ihrer Fans sprechen Markovic ihr Beileid aus und wünschen ihr eine schnelle Genesung. Auch von ihren GC-Mitspielerinnen erhält die Zürcherin große Unterstützung. Die GC-Frauen stehen derzeit auf dem starken dritten Tabellenplatz hinter Meister FCZ und Genf.
Neben ihren Leistungen auf dem Platz hatte sich Markovic in den letzten Jahren auch dank Social Media einen Namen gemacht. Rund 2,4 Millionen Followerinnen und Follower hat die Kickerin mittlerweile auf Instagram. Zuletzt sprach sie im Interview mit 20 Minuten über den Frauenfußball, ihre Ziele, Social Media – und erzählte, warum es ihr gefalle, als "schönste Fußballerin der Welt" bezeichnet zu werden.
Eine serbische Zeitung beschrieb Sie als "blonde Bombe", ein anderes Medium verpasste ihr den Titel als "schönste Fussballerin der Welt". Markovic: "Mir haben die Artikel gefallen, in denen ich als die schönste Fußballerin oder als eine der Schönsten bezeichnet wurde, weil es mich freut zu hören, dass ich schön bin. Dann sind aber auch Zeitungsartikel erschienen, in denen ich als die sexiest Fußballerin beschrieben wurde. Das hat mir nicht so gepasst. Auch wegen meiner Familie. Ich finde, man muss aufpassen, was man über einen Mensch schreibt. Vor allem, wenn man ihn nicht kennt. Es ist aber insgesamt nicht so schlimm gewesen."