Während die Ermittlungen der Kriminalisten nach einer Serie von Bankomat-Diebstählen in Niederösterreich auf Hochtouren laufen, ist es in der Nacht auf heute neuerlich zum Versuch einer derartigen Tat gekommen. Ziel war die Filiale eines Geldinstituts in Retz. Der Alarm dürfte die Täter vertrieben haben. In der Früh wurde dann entdeckt, dass die Kabel des Bankomaten durchgeschnittenen waren.
Trotz der Serie von Bankomat-Diebstählen plant die Exekutive bisher nicht die Einsetzung einer Sonderkommission. Das sagte Helmut Greiner, Sprecher des Bundeskriminalamts (BK), am Montag zur APA. Das BK kümmert sich aber um die Abstimmung der an den Ermittlungen beteiligten Landeskriminalämter und koordiniert beispielsweise den Informationsfluss.
Kriminalisten sind zuversichtlich
Die Kriminalisten sind zuversichtlich, dass bei den grenzüberschreitenden Erhebungen "bald etwas Griffiges dabei ist". Bei den Tatorten im Niederösterreich gebe es Anhaltspunkte ebenso wie Ermittlungsansätze, sagte Franz Wendler, Leiter der kriminalpolizeilichen Abteilung der NÖ Sicherheitsdirektion.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Als nach wie vor intensiv bezeichnete der Beamte die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Tschechien und in der Slowakei, wo es ebenfalls zu zahlreichen Bankomat-Diebstählen gekommen ist. Es gehe um die Auswertung und den Abgleich von Spuren. In Niederösterreich seien darüber hinaus "präventiv wie repressiv" verstärkte Maßnahmen gesetzt worden. Geschehen sei dies in Zusammenarbeit mit den Banken, so Wendler.
NÖ: Serie begann im März
Die Serie der Diebstähle von Geldautomaten in Niederösterreich hatte im Frühjahr - 24. März und 8. April - mit zwei gescheiterten Angriffen bei der Raiffeisenbank Langau bei Horn begonnen. Seit 25. September - und damit seit genau einem Monat - wurden allein vier Geräte abtransportiert. Auch im Burgenland und in der Steiermark gab es Fälle von Bankomat-Diebstählen.
APA/red.