Nach fünf Saisonen werden in Lafnitz die Lichter ausgehen. Der steirische Zweitligist zieht sich einem Bericht der "Kleinen Zeitung" zufolge freiwillig mit Saisonende aus der zweithöchsten österreichischen Spielklasse zurück. Lafnitz wird den Platz der eigenen Amateure in der steirischen Landesliga einnehmen.
Der Schritt wurde mit dem für 2024 geplanten Rückzug des Obmanns Bernhard Loidl, dessen Firma Licht-Loidl auch Geldgeber der Lafnitzer ist, begründet. "Derzeit sieht es danach aus, dass wir um keine Lizenz für die 2. Liga ansuchen werden", erklärte Sportdirektor Hermann Kopitsch. Die Saison werde der Tabellen-Vierte der abgelaufenen Saison jedenfalls zu Ende spielen. Aktuell liegen die Lafnitzer auf dem neunten Tabellenplatz.
In der 2. Liga setzt sich derweil eine nahezu bedenkliche Serie fort, Denn solange die Lafnitzer in der 2. Liga sind - seit der Spielzeit 2018/19 - gab es keinen sportlichen Absteiger mehr.
So wurde Wiener Neustadt 2019 die Lizenz entzogen. Auch Wacker Innsbruck II musste unfreiwillig absteigen, weil die eigene Kampfmannschaft aus der Bundesliga in die 2. Liga kam. Im Jahr 2020 gab es Corona-bedingt keinen Absteiger, genauso wie 2021. Und in der abgelaufenen Saison zogen sich die Juniors OÖ freiwillig zurück, Wacker Innsbruck schlitterte in die Pleite und erhielt keine Lizenz. Nun tritt Lafnitz freiwillig aus dem Profifußball ab.