Österreich

Schönborn rief bei Gebet zu Frieden in Syrien auf

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:47

Der Wiener Erzbischof und Kardinal Christoph Schönborn hat am Samstagabend mit rund 3.000 Menschen im Wiener Stephansdom für Frieden in Syrien gebetet und vor der Gefahr eines Krieges mit seinen unabsehbaren Folgen gewarnt.

Der Wiener Erzbischof und Kardinal Christoph Schönborn hat am Samstagabend mit rund 3.000 Menschen im Wiener Stephansdom für Frieden in Syrien gebetet und mit seinen unabsehbaren Folgen gewarnt.

Jeder einzelne sei zum Einsatz für den Frieden aufgerufen, so der Kardinal. "Krieg beginnt klein und endet mit großer Gewalt", so Schönborn beim vierstündigen Friedensgebet für Syrien und den Nahen Osten im Stephansdom laut Kathpress.

"Wie oft hat man gesagt, beten bringt nichts, und wie oft haben wir festgestellt, dass das Gebet wirklich die Welt verändert hat", sagte der Kardinal zu den Gläubigen, unter denen zahlreiche Menschen aus Syrien sowie dem Nahen Osten - erkennbar an ihren Nationalflaggen - waren.

"Die demütige Stimme des Papstes wirkt"  

Frieden zu stiften sei ein Auftrag, der an jeden ergehe und dabei oft vom Gefühl der Ohnmacht begleitet sei. "Wie ohnmächtig erscheint das Gebet und das friedliche Zusammenleben gegen Mächte wie Geld, Waffen und Einfluss", so Schönborn. Gegen alle Mutlosigkeit gelte es auf die Kraft des Gebets zu vertrauen. Auch sei der "Aufruf des Papstes in der Welt gehört worden". Kardinal Schönborn erinnert ausdrücklich daran, dass etwa der Großmufti von Damaskus dem Papst folgend die muslimischen Gläubigen zum Gebet eingeladen hatte.

"Die demütige Stimme des Papstes wirkt", zeigte sich der Kardinal von der ebenfalls am Abend in Rom stattgefundenen Gebetswache am Petersplatz überzeugt und verwies auf den Brief des Papstes an die Teilnehmer des G-20-Gipfels. So wie der Heilige Franziskus damals wehrlos zum Sultan gegangen sei, so habe sich der Papst jetzt an die Mächtigen der Erde gewendet, im Vertrauen darauf, dass die Machthaber "ein Herz und ein Gewissen haben".

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