Schönbrunn: Nacktmull- Schauen im Wüstenhaus

Die Wüste lebt - auch in Wien: Denn nach zweimonatigem Umbau öffnet das Wüstenhaus im Schönbrunner Schlosspark morgen, Freitag, wieder seine Pforten. Dort können Besucher zahlreiche neue tierische und botanische Attraktionen bewundern. Dazu zählen etwa Fische zum Anfassen, Wüstenspringmäuse und ein Glasröhrenlabyrinth für Nacktmulle.

Auch eine pflanzliche Besonderheit wartet auf die Besucher: Die "Fockea" - ein Nachwuchs der ältesten sukkulenten Topfpflanze der Welt.

Das Wüstenhaus gibt es seit mittlerweile zehn Jahren, es ist außerhalb des Tiergartens gelegen. In den vergangenen zwei Monaten erfolgte die Umgestaltung: Gleich neben dem Eingang befindet sich ein Aquarium mit Rötlichen Saugbarben. Diese in der Türkei, Syrien und Jordanien heimischen Schwarmfische sind auch als Knabberfische bekannt und werden zur Therapie unterschiedlicher Hautprobleme eingesetzt. Mit diesen können die Besucher auf Tuchfühlung gehen, ihre Hände ins Becken halten und sich Anknabbern lassen.

Neue Mitbewohner

Neu eingezogen sind u.a. Schwarzschwanzklapperschlangen und große Wüstenspringmäuse, die wie Mini-Ausgaben von Kängurus aussehen. Eines der Highlights ist die neue Anlage für Nacktmulle, die aus einem 70 Meter langen Labyrinth aus Glasröhren besteht. Die kleinen Wesen haben nämlich ein interessantes Sozialsystem, das so beobachtet werden kann: Einzigartig für Säugetiere leben sie wie Bienen in einem Staat mit der Königin - und das ausschließlich unter der Erde.

Neben 30 Tierarten finden sich auch zahlreiche Pflanzen in dem historischen Glasbau. Ein Pfad führt durch verschiedene Wüstenlandschaften. Den botanischen Schwerpunkt bilden Kakteen und Sukkulenten, wie der Fachausdruck für Saftpflanzen lautet. Eine neue Attraktion ist die Fockea, "die wir seit den 1780er-Jahren hier in Schönbrunn kultivieren. 1889 wurde sie sogar auf der Pariser Weltausstellung präsentiert“, erklärte Brigitte Mang, Direktorin der Österreichischen Bundesgärten. Außerdem gibt es eine "Welwitschia mirabilis" zu sehen, die nur in der Namibwüste vorkommt. 1859 entdeckte sie der österreichische Forscher Friedrich Welwitsch.

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