Österreich

Schöny: "Folgekosten explodieren!"

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:59

Einen dramatischen Appell richtet Primar Werner Schöny, Vorstandsvorsitzender von pro mente OÖ, an die Landespolitik: Wenn wir wirklich diese 33 Prozent bei psychosozialer Beratung und Krisendiensten einsparen, dann wird es langfristig teurer!

Wie berichtet, bangen aufgrund der Budgetkürzungen bis zu 80 Mitarbeiter bei pro mente, weitere bei Exit sozial und Arcus, um ihre Jobs. Ab 1. Jänner müssten wir 2,9 Millionen Euro einsparen, sagt Schöny, alleine aufgrund der Kündigungsfristen geht das nicht.

Viel dramatischer sei der zu erwartende Betreuungsnotstand. Durch den Anstieg der Fälle um 30 Prozent seit 2001 gebe es jetzt schon Wartezeiten von drei Monaten. Auch die Zahl der Krankenstände, Suizide und Frühpensionierungen würde ansteigen.

Schöny: Dieses Sparen ist kontraproduktiv. Es wird sich in Richtung der Spitäler verlagern - die sind jetzt schon überlastet und viermal so teuer!

Gerald Winterleitner

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