Schröcksnadel kritisiert: "Es wird zu viel trainiert"

Peter Schröcksnadel (r.) hadert.
Peter Schröcksnadel (r.) hadert.gepa-pictures.com
Hat Österreich das Skifahren verlernt? ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel vermutet, dass zu verbissen trainiert wird – und nennt Lösungsvorschläge.

Österreichs Ski-Herren erlebten in Sölden ein historisches Debakel. Nur drei Läufer fuhren in die Punkteränge, der beste war Stefan Brennsteiner als 17. Nie startete die ÖSV-Team schlechter in den Winter.

Doch wo liegt der Hunde begraben? Wurde im Sommer zu wenig trainiert? Präsident Peter Schröcksnadel glaubt, dass genau das Gegenteil der Fall ist. "Es gibt ein gewisses Overcoaching", erklärt der 79-Jährige auf ServusTV. "Man braucht den Läufern nicht bei jedem Tor erklären, wie es zu fahren ist. Die Schlüsselstellen reichen, den Rest müssen sie selbst herausfinden." Dabei wurde mit Mike Pircher und Ferdinand Hirscher erst vor wenigen Monaten jenes Betreuer-Duo installiert,  das einst Marcel Hirscher von Sieg zu Sieg führte. 

Schröcksnadel glaubt trotz der Auftakt-Pleite an eine rosige Zukunft. "Uns fehlt momentan das Selbstvertrauen. Deshalb muss man die Läufer aufbauen, nicht draufhauen. Wir haben Leute, die schnell sein können. Ein gutes Talent lässt sich nicht verhindern."

"Hirscher hat mit Thema abgeschlossen"

Ein Grund für die aktuelle Krise sei ausgerechnet Marcel Hirscher. "Er war ein Jahrhundert-Skifahrer. Viele jüngere haben sich gesagt, dass sie gegen ihn sowieso nicht gewinnen – und sind daher lieber Slalom oder Speed gefahren", argumentiert der ÖSV-Boss.

Dass Hirscher jemals aus der Ski-Pension zurückkehrt, glaubt Schröcksnadel nicht. "Ich kann es mir nicht vorstellen. Er hat mit dem Thema abgeschlossen. Er hat alles gewonnen. Irgendwann beginnst du automatisch zu verlieren. Das bleibt ihm erspart. Er ist als Sieger abgetreten."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account ee Time| Akt:
Ski AlpinMarcel HirscherPeter SchröcksnadelÖSV

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen