Schrott-Lkw gestoppt: 77 Anzeigen, 5.310 Euro Strafe

Endstation für desolaten Sattelzug auf Rastplatz der A21 in Alland: Es wurden 77 Anzeigen wegen Übertretungen und Mängel erstattet.

Für einen desolaten Sattelzug ist am Mittwochnachmittag auf einem Rastplatz der Wiener Außenringautobahn (A21) in Alland (Bezirk Baden) Endstation gewesen. Die Kennzeichen und die Zulassungsberechtigung wurden an Ort und Stelle vorläufig abgenommen, der Lenker musste seinen Führerschein abgeben.

Bei einer Kontrolle des auf dem Rastplatz Weissenweg geparkten ungarischen Schwerfahrzeugs wurden der Polizei zufolge Fälle von Gefahr im Verzug (Reifen mit erheblichen Schäden bis auf das Gewebe, Schäden am Aufbau in Form von Durchrostungen, erheblicher Ölverlust) ebenso wie schwere Mängel an der Zugmaschine und am Aufleger festgestellt. Zudem wurde erhoben, dass die Ladung (24,2 Tonnen) "unzureichend bis gar nicht gesichert war".

Weiters lagen Übertretungen der Lenk- und Ruhezeitenvorschrift vor. Der Polizeiarzt, dem der 63-jährige ungarische Chauffeur vorgeführt wurde, stellte die Fahruntüchtigkeit des Lenkers u.a. aufgrund von Übermüdung fest. Die Bezirkshauptmannschaft Baden ordnete die vorläufige Abnahme des Führerscheines an.

Die Polizei erstattete in dem Fall letztlich 77 Anzeigen wegen diverser Übertretungen und Mängel. Außerdem wurden Sicherheitsleistungen in der Gesamthöhe von 5.310 Euro eingehoben.

Tragisches Detail: Vermutlich nach einem Schlaganfall hatte der 63-Jährige seine Fahrten nur noch mit einer Hand gelenkt. Und: Unter der Woche hatte der Lenker ein Mal die erlaubte Lenkzeit deutlich überschritten, er war 15 Stunden und 31 Minuten ohne Pause unterwegs.

(wes)

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