Politik

Schüler demonstrieren gegen mündliche Matura

Rund 300 Schülerinnen und Schüler haben am Mittwoch am Stephansplatz gegen die Wiedereinführung der verpflichtenden mündlichen Matura protestiert.

Heute Redaktion
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Schüler-Demo
Schüler-Demo
TOBIAS STEINMAURER / APA / picturedesk.com

Vor wenigen Wochen gab Bildungsminister Martin Polaschek bekannt, dass die mündliche Matura 2022 wieder verpflichtend sein wird. In den vergangenen beiden Jahren war diese nur freiwillig vorgesehen. Schüler und Schülerinnen drohten angesichts der Omikron-Welle und den neuen Matura-Regeln mit einem Streik und forderten in einem offenen Brief an das Ministerium neue Maßnahmen. 

Leichtfried unterstützt Demo

Am Mittwoch fanden nun österreichweit Protestete statt. Rund 300 Schülerinnen und Schüler haben etwa am Stephansplatz gegen die Wiedereinführung der verpflichtenden mündlichen Matura demonstriert. Sprüche wie "Polaschek schau, wegen dir machen wir blau" oder "Oberstufe reicht – Matura abschaffen jetzt" waren auf den Transparenten zu lesen.

Die SPÖ-nahe Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) hat zu "Großstreiks" aufgerufen. Die von der ÖVP-nahen Schülerunion dominierte Bundesschülervertretung lehnt die Proteste ab, ist aber ebenfalls nur für eine freiwillige mündliche Reifeprüfung, berichtet "orf.at". Unterstützung bekam die AKS bei der Demo neben anderen linken Jugendorganisationen auch vom stellvertretenden SPÖ-Klubchef Jörg Leichtfried.

Auch Proteste in Linz und Salzburg

Im Anschluss zogen die Demonstrantinnen und Demonstranten unter lauten „Polaschek muss weg“-Rufen zum Bildungsministerium am Minoritenplatz. Auch in Linz, Bad Ischl und Salzburg fanden Schüler-Demos statt.

    Am Mittwoch fanden österreichweit Schul-Protestete statt.
    Am Mittwoch fanden österreichweit Schul-Protestete statt.
    TOBIAS STEINMAURER / APA / picturedesk.com
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