Schüsse an der Grenze auf Schlepper-Fahrzeug

Polizeikontrollen an der Grenze zwischen Österreich und Ungarn. (Symbolfoto)
Polizeikontrollen an der Grenze zwischen Österreich und Ungarn. (Symbolfoto)ALEX HALADA / picturedesk.com
Der Lenker eines Klein-Lasters raste nahe Neckenmarkt im Burgenland auf die Grenze zu. Auch Schüsse konnten ihn zunächst nicht stoppen.

Die ungarische Polizei hat am Donnerstag an der ungarisch-österreichischen Grenze nahe Neckenmarkt (Bezirk Oberpullendorf) auf ein mutmaßliches Schlepperfahrzeug geschossen. Der Lenker ist flüchtig, 30 Flüchtlinge befanden sich im Fahrzeug.

Wie "ORF Burgenland" berichtet, hatte eine ungarische Polizeistreife vor dem Anhalteversuch gegen 14 Uhr Alarm geschlagen, da sie in der Nähe des Grenzüberganges die Insassen eines Pkw mit litauischem Kennzeichen kontrollierten. Schnell entstand der Verdacht, dass es sich um ein Sondierungsauto für Schlepperei handelt.

Schüsse konnten Fahrzeug nicht stoppen

Der Lenker raste mit hoher Geschwindigkeit auf den Grenzübergang zu, auch die Schüsse konnten ihn zunächst nicht stoppen. Die ungarischen Polizisten gaben drei Schüsse auf das Fahrzeug ab, erst nach einigen Hundert Metern kam der Wagen auf österreichischer Seite zu stehen. Der Lenker flüchtete. Ein Zeuge sah, wie zahlreiche Menschen aus dem Wagen kletterten. 

Das Landespolizeikommando Burgenland bestätigte auf APA-Anfrage den Vorfall. Eine Polizeieinheit in der Nähe entdeckte schließlich den Klein-Laster. Dieser stand auf einem Güterweg nahe Neckenmarkt und wies Einschusslöcher auf, erklärte Polizei-Sprecher Helmut Marban.

30 Flüchtlinge wurden in der Nähe aufgegriffen, über ihre Herkunft ist noch nichts bekannt. Sie beantragten Asyl und werden als Zeugen einvernommen. Die Ermittlungen laufen. Wie die Krone" berichtet, wurden zwei Insassen des Vorausfahrzeuges, zwei Litauer, festgenommen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen