Das Polizei-Einsatzzentrum (EZT) in Süßenbrunn gilt als größte Exekutiv-Trainingsanlage Europas. Rund 8.000 Exekutivbedienstete absolvieren dort jährlich ihr Einsatztraining und bereiten sich auf den Ernstfall vor. "Heute" durfte einen Blick hinter die Kulissen werfen und selbst mittrainieren.
Gleich zu Beginn ging es auf den Schießstand. Nach einer kurzen Einschulung schallte auch schon der erste scharfe Schuss aus der Polizei-Pistole – unter strenger Beobachtung des Übungsleiters. Der laute Knall sorgte bei Reporterin Justine dennoch für einen Schrecken, auch weil das Projektil gleich mal auf ihr T-Shirt flog.
Während die ersten Schüsse das Ziel noch verfehlten, landeten zwei Treffer schließlich im Schwarzen.
Im zweiten Teil stand Festnahmetraining auf dem Programm: Zwei Polizeibeamte demonstrierten effektive Griff- und Festnahmetechniken, die selbst ausprobiert werden konnten. Dabei gab es auch die Gelegenheit, einmal die Perspektive eines Festgenommenen einzunehmen – ziemlich unangenehm. Weil sich Reporterin Jana zuerst gegen die Festnahme wehrte, zog sie sich einen Kratzer zu. Kurz darauf war sie dran, und konnte bereits wieder lachen.
Den Abschluss bildete ein realitätsnahes Einsatzszenario in einem nachgebauten Wohnhaus. In Zweierteams schlüpften die Teilnehmer in die Rolle von Polizeibeamten. Ausgestattet mit Schutzweste, Helm und Trainingswaffen mit Farbmarkierungsmunition mussten sie einen als Tatverdächtigen verkleideten Polizisten wegen offener Geldstrafen aufsuchen.
Der Mann wurde vor die Wahl gestellt, 1.000 Euro sofort zu bezahlen oder eine Ersatzfreiheitsstrafe von sechs Wochen anzutreten. Doch nur wenige Augenblicke später eskalierte die Situation: Der Tatverdächtige zückte plötzlich ein Messer.
Von der Situation überfordert, "starb" das "Heute"-Duo nach wenigen Sekunden – sie wurden vom Messermann überwältigt, bevor sie Verstärkung rufen oder abdrücken konnten. "Das war wirklich ein großer Schockmoment, dass der Mann mit dem Messer auf mich zuging", gab Justine zu. Das Szenario zeigte ihr eindrucksvoll, wie schnell ein Routineeinsatz für Beamte lebensgefährlich werden kann. Die richtige Lösung wäre wohl gewesen, schnell Verstärkung zu alarmieren.