Fussball

Bluttat mit drei Toten – WM-Stars reagieren schockiert

Drei Menschen verloren bei einer Bluttat in Auckland ihr Leben. Die Schüsse wurden unweit des norwegischen Teamhotels abgegeben.
20 Minuten
20.07.2023, 10:21
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Am frühen Donnerstag (Ortszeit) schreckte das norwegische Fußballteam in Auckland, Neuseeland, aus dem Schlaf auf. Zahlreiche Einsatzkräfte waren plötzlich in der Nähe ihres Hotels. Der Grund: Unweit ihres WM-Standorts fielen Schüsse – ein Mann eröffnete an einer nahe gelegenen Baustelle das Feuer und tötete zwei Menschen und verletzte sechs weitere. Der Schütze ist ebenfalls tot.

In einem Statement, das der norwegische Verband auch gegenüber 20 Minuten gab, sagte Maren Mjelde, der Captain der Norwegerinnen: "Wahrscheinlich wachten alle in dem Moment auf, als ein Polizeihelikopter über unserem Hotel kreiste." Zuerst wusste man nicht, was passiert sei, doch im Fernsehen und in den lokalen Medien wurde man aufgeklärt. Norwegen ist wie die Frauen-Nati von unseren Schweizer Nachbarn in der Gruppe A – zusammen mit Neuseeland und den Philippinen.

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"Bereiten uns ganz normal vor"

Der Vorfall ereignete sich ausgerechnet am ersten Spieltag der Frauen-WM in Neuseeland und Australien. Um 19 Uhr wird in Auckland trotz der Bluttat das Eröffnungsspiel zwischen Neuseeland und eben Norwegen stattfinden. "Alle scheinen ruhig zu sein, und wir bereiten uns ganz normal auf das Spiel heute Abend vor", so Mjelde. Man hätte sich trotzdem aufgrund des Sicherheitssystems im Hotel schließlich immer sicher gefühlt.

Auch der neuseeländische Fußballverband meldete sich in den sozialen Medien. Man ist "schockiert". Alle Teammitglieder seien in Sicherheit. Dasselbe gelte für die ebenfalls in Auckland stationierten US-Amerikanerinnen. Die Schweizer Nati-Spielerin Ramona Bachmann sprach in Dunedin ebenfalls über den Vorfall. "Wir kennen auch betroffene Spielerinnen und die hatten definitiv ein mulmiges Gefühl." Sie fühle sich aber sicher unten in Dunedin.

Eine Absage des WM-Spiels war aufgrund der Sicherheitslage nie ein Thema. Dies bestätigte auch der neuseeländische Premierminister. "Das Turnier wird wie geplant stattfinden. Es besteht kein Risiko für die nationale Sicherheit", so Chris Hipkins. "Es scheint sich um die Aktion einer Einzelperson zu handeln", betonte der Politiker.

Fifa mit Beleidsbekundung

Von der Fifa heißt es: "Die Fifa spricht den Familien und Freunden der Opfer, die ihr Leben verloren haben, ihr tiefstes Beileid aus." Man sei in den Gedanken bei den Personen, die verletzt wurden. "Die Teams, die sich in unmittelbarer Nähe des Vorfalls befanden, werden im Hinblick auf etwaige Auswirkungen unterstützt", so die Verantwortlichen. Da es allerdings ein isolierter Fall ohne Zusammenhang mit der WM habe, werde diese auch stattfinden.

Wayne Brown, der Bürgermeister der Millionenstadt Auckland, sagte gegenüber einem TV-Sender: "Dieser schreckliche Vorfall hätte sich zu keinem schlechteren Zeitpunkt ereignen können, gerade jetzt, da die Welt die Augen auf uns richtet. Es ist sehr beängstigend."

Österreichs Stars fehlen leider bei der WM ins Neuseeland und Australien. Die ÖFB-Damen konnten sich nicht für die WM qualifizieren.