Niederösterreich

Schütze spricht nach Schüssen in St. Pölten von Notwehr

Nach dem mutmaßlichen Mordversuch in St. Pölten meldete sich jetzt der Schütze (36) zu Wort. Er habe zwei Mal aus Notwehr geschossen. 
27.08.2021, 17:04

Ein 36-jähriger Türke soll wie berichtet am Wochenende in St. Pölten im Streit zwei Mal auf seinen Landsmann (30) gefeuert haben. Die Waffe war illegal, es wird wegen Mordversuches ermittelt. Nun äußerte sich der Schütze, wie der "ORF NÖ" berichtet, bei seiner Einvernahme. 

Er gab an, sein Kontrahent sei mit einem metallischen Gegenstand auf ihn zugelaufen. Er habe Angst bekommen und die Schüsse deshalb abgegeben. Demnach habe er aus Notwehr gehandelt. Die St. Pöltner Staatsanwaltschaft ermittelt allerdings nach wie vor wegen Mordversuchs.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Täter stellte sich nach Tat

Der 36-Jährige war nach der Schussabgabe vom Tatort geflüchtet, hatte sich aber kurz darauf, noch während der Alarmfahndung selbst bei der Polizei in der Linzer Straße gemeldet. Er sitzt seither in U-Haft. Das mutmaßliche Opfer der Auseinandersetzung wurde mit einem Oberschenkel- und Unterschenkeldurchschuss ins St. Pöltner Universitätsklinikum gebracht und operiert.

Beim Streit der beiden Männer dürfte es um Geld gegangen sein, womöglich um Drogengeld, beide Männer sollen polizeibekannt sein. Die Schusswaffe des 36-Jährigen war zudem illegal.