"Das sind ja meine!"

Schuh-Sammler versetzt Frauen in Angst – Opfer spricht

High-Heels, Ballerinas und Sneakers wirken auf einen 56-Jährigen aus NÖ wohl ganz besonders anziehend. In seiner Wohnung fand man 170 Paar.
03.06.2026, 05:00
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"Plötzlich sehe ich, das sind ja meine!", erinnert sich eine von zahlreichen betroffenen Frauen im "Heute"-Gespräch.

Im April hatte sich die Schlinge um einen Schuh-Fetischisten (56) immer enger zugezogen, bei einer Hausdurchsuchung am 23. April an seiner Wohnadresse im südlichen NÖ stellte die Polizei 170 Paar (!) gestohlene Frauenschuhe sicher – "Heute" berichtete bereits hier.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der Mann sitzt in Wr. Neustadt in U-Haft, ermittelt wird wegen des Verdachts der beharrlichen Verfolgung, Sachbeschädigung und Einbruchsdiebstahls, so Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt auf Anfrage.

Auch auf dem Postkasten wurden Botschaften entdeckt
privat

"Liebesbotschaft" auf Spiegel

Eines der Opfer spricht nun in "Heute". Gruselig: Anfang Dezember 2025 soll der Verdächtige in die Wohnung von Susanne K. (Name geändert) eingedrungen sein, habe am Spiegel im Bad mit rotem Lippenstift "LOVE" und ein Herz gemalt.

Als die Frau in ihren Schuhkasten schaute, der nächste Schock: Ein Paar weiße Riemenschuhe, Ballschuhe und blaue High-Heels fehlten. Auf der Polizeiinspektion Berndorf, wo die Schuhe lagern, erkannte sie ihre blauen Pumps sofort.

"Wir Frauen haben alle Angst"

"Es waren noch sechs weitere Frauen da", so das Opfer, die der Eingriff in ihre Privatspähre sichtlich mitnimmt: "Ich arbeitete selbstständig, wäre aber eigentlich seit zwei Wochen arbeitsunfähig. Wir Frauen haben alle Angst."

Anwalt Bernhard Österreicher vertritt den 56-Jährigen, der ein großer Film- und Hollywood-Diven-Fan sein soll und seine Fetisch-Vorliebe für Schuhe zugibt. Schuhe finde er eben "schön anzuschauen", viele habe er "auf Amazon gekauft, nur einige „mitgenommen", behauptet er – nur eingebrochen wäre er nirgends.

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"Es gibt eine realistische Chance, dass mein Mandant bei der nächsten Haftverhandlung entlassen wird", so der Jurist. Die Unschuldsvermutung gilt.

Opfer sollen sich melden

Weitere Geschädigte sollen sich bei der Polizei in Berndorf unter der Telefonnummer 059133-3304 melden.

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