Der Flüchtlingsstrom aus der Ukraine reißt nicht ab, täglich kommen neue Familien in Wien an. 1.100 ukrainische Kinder besuchen hier bereits die Schule. Viele davon sind in den erst kürzlich eingeführten "Neu in Wien"-Klassen untergekommen.
Der Fall einer Lehrerin mit Ukrainisch-Kenntnissen, die ihre Hilfe anbieten wollte und vier Wochen lang keinen Rückruf der Bildungsdirektion erhielt, sorgte in den vergangenen Tagen für Aufsehen. Die ÖVP kritisierte die schlechte Erreichbarkeit der Behörde und wies darauf hin, dass es diese Probleme schon lange gäbe.
Um künftig die Kontaktaufnahme für ukrainische Geflüchtete zu erleichtern, wurde nun ein Online Kontaktformular in den Sprachen Deutsch, Ukrainisch und Englisch erstellt. Damit können Anfragen zu Themen wie "Schulplatzvergabe“ und "Bewerbung als muttersprachliche Lehrkraft für Ukrainisch" versandt werden. Auf der Website der Bildungsdirektion findet sich außerdem ein Informationsblatt auf Ukrainisch.
Im Zuge der Coronakrise wurde zudem eine Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund an Wiener Schulen eingerichtet. Diese soll Schüler, Eltern, Lehrer und Jugendcoaches unterstützen. Die Kontaktaufnahme erfolgt via Mail an [email protected]
"Die derzeitige Situation erfordert das rasche Handeln aller Beteiligten, um Kinder und deren Familien bestmöglich bei ihrer Ankunft und darüber hinaus zu unterstützen", begründet Bildungsdirektor Heinrich Himmer die Einführung der neuen Angebote. "Wir sind daher darum bemüht, unsere Angebote möglichst niederschwellig zu gestalten, um sowohl die Kontaktaufnahme der Familien mit der Bildungsdirektion als auch die Arbeit der Pädagogen, der jeweiligen Organisationen und freiwilligen Helfern zu erleichtern."