Ein indisches Schulbuch für Viertklässler greift zu einem drastischen Mittel, um Kindern den Unterschied zwischen "lebenden und nicht-lebenden Dingen" zu erklären. In einem Experiment sollen sie ein Kätzchen ersticken.
This experiment is a part of the 4th grade curriculum in a reputed school in Delhi. WHAT THE ACTUAL FUCK?!
— Lola Kuttiamma (@Priya_Menon)
Ein indisches Schulbuch für Viertklässler greift zu einem drastischen Mittel, um Kindern den Unterschied zwischen "lebenden und nicht-lebenden Dingen" zu erklären. In einem Experiment sollen sie ein Kätzchen ersticken.
Das Buch auf Englisch - in Indien eine Amtssprache - erklärt den Schülern, dass "lebende Dinge" Luft zum atmen brauchen, und keines ohne Luft länger als ein paar Minuten überleben kann. Doch dann kommt eine schockierende Anweisung.
"Du kannst ein Experiment machen", heißt es weiter. "Nimm zwei Holzkisten. Mach Löcher in den Deckel von einer der Kisten. Gib in jede Kiste ein kleines Kätzchen. Schließe die Kisten. Öffne die Kisten nach einiger Zeit. Was siehst Du? Das Kätzchen in der Kiste ohne Löcher ist gestorben."
Auf der nächsten Seite kommt die Auflösung: "Warum ist das Kätzchen in der Kisten mit Löchern nicht gestorben? Es kann durch die Löcher atmen. Also brauchen alle lebenden Dinge Luft zum atmen." Darunter stehen zwei Zeichnungen - eine lebendige Katze in einer Kiste mit Löchern, daneben eine tote Katze in einer Kiste ohne Löcher.
Nach Protesten haben bereits einige Schulen das Buch aus dem Verkehr gezogen. Der Verlag hat versprochen, das Experiment in der nächsten Auflage weg zu lassen.