Schulbus-Unfall: Mädchen außer Lebensgefahr

Das 14-jährige Mädchen, das beim Busunfall am Freitag in Schwand schwer verletzt wurde, ist nicht mehr in Lebensgefahr. Das wurde am Mittwoch bekannt. Zuvor war ein zwölfjähriger Bub aus dem künstlichen Tiefschlaf geweckt und auf die Normalstation verlegt worden.
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Der Zustand der Schülerin, die ein Polytrauma erlitten hat, sei stabil und die Ärzte seien mit der Entwicklung zufrieden, hieß es aus dem Salzburger Landeskrankenhaus. Der Patientin dürfte aber noch ein langer Genesungsweg bevorstehen. Detaillierte Auskünfte zur Krankengeschichte will das Spital aus Rücksicht auf die Angehörigen nicht geben.

Zwölfjährigem drohen keine bleibenden Schäden

Beim aus dem Tiefschlaf geweckten Buben erwarten die Ärzte keine bleibenden Schäden, wie Oberarzt Udo Berger vom Salzburger Unfallkrankenhaus mitteilte. Der Schüler hat bei dem Unfall einen Schädelbruch erlitten. Er wurde am Freitag in künstlichen Tiefschlaf versetzt, am Samstag wurde die Aufwachphase eingeleitet. Nach einem weiteren Tag auf der Intensivstation kam das Kind auf die Normalstation, wo seine Mutter bei ihm ist.

Der Zwölfjährige sei mobilisiert, bewege sich frei und zeige keine Ausfälle, so Berger. Erste Untersuchungen seien bereits gemacht worden, bleibende Schäden erwarte er nicht.
Ein Strengere Regeln gefordert

Der Schulbusunfall hat am Montag zu weiteren Diskussionen um strengere Regeln bei Handys und Alkohol am Steuer geführt. Das KFV regte den Einsatz von Alkohol-Wegfahrsperren in Bereichen mit höchster Lenkerverantwortung an, der VCÖ befürwortete Maßnahmen für mehr Achtsamkeit.

Bures für neue Promillegrenze

Davor hatte schon  SPÖ-Verkehrsministerin Doris Bures eine neue Promillegrenze  für Kleinbusfahrer vorgeschlagen. Derzeit sind bis zu 0,5 Promille bei Lenkern von Kleinbussen erlaubt. Bures will 0,1 Promille - und damit die selben Richtlinien wie bei "echten" Busfahrern und Berufskraftfahrern.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) machte unter anderem darauf aufmerksam, dass weitaus mehr als zwei Drittel der Schülertransporte - berechnet nach Gesamtkilometerleistung - von Kleinbussen absolviert werden. Dabei würden aber wesentlich geringere Sicherheitsmaßstäbe gelten, als für Omnibusse.

Das KFV forderte für Lenker von Pkw oder Kleinbussen im Schülertransport ein absolutes Alkoholverbot und dessen Sicherstellung durch den Einbau von Alkohol-Wegfahrsperren in diesen Fahrzeugen. Eine weitere Forderung des KFV sei eine entsprechende Aus- und Weiterbildung der Kleinbuslenker im Schülertransport, die es bisher nicht gebe.

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hingegen verlangte mehr Maßnahmen gegen Unachtsamkeit. Mit dem Handy telefonierende Fahrer würden so schlecht reagieren wie Alko-Lenker mit 0,8 Promille. "Vielen ist nicht bewusst, wie sehr das Unfallrisiko beim Handy-Telefonieren zunimmt. Wer beim Lenken eines Fahrzeugs mit dem Handy telefoniert, reagiert ähnlich schlecht wie ein Alko-Lenker mit 0,8 Promille und hat damit ein vier bis fünfmal so hohes Unfallrisiko wie ein aufmerksamer Fahrer", erklärte VCÖ-Expertin Bettina Urbanek. Wer ein SMS oder E-Mail schreibt, ist sogar an die zwei Sekunden im Blindflug unterwegs.
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