Schule: Burschen schreiben Mädchen vor, was haram ist

Bild: Marko Mestrovic

Dieser Trend darf nicht Schule machen: Wie die Zeitung "Biber" berichtet, zwingen immer mehr muslimische Teenager ihren Mitschülerinnen auf, was "haram" (sündig) und "halal" (erlaubt) ist.

Dieser Trend darf nicht Schule machen: Wie die Zeitung "Biber" berichtet, zwingen immer mehr muslimische Teenager ihren Mitschülerinnen auf, was "haram" (sündig) und "halal" (erlaubt) ist.

Eine Reportage an Wiener Brennpunktschulen deckt ein gefährliches Jugend-Phänomen auf: Muslimische Jugendliche bewerten Kleidungsstil und Verhalten ihrer Mitschülerinnen und berufen sich dabei auf den Islam. "Haram" ist für sie sündiges Verhalten, "halal" hingegen anständig. Die jungen Machos stoßen sich zum Beispiel an körperbetonter Kleidung – "Wenn ich hinschaue und ihren Busenschlitz sehe, ist das 'haram', dann sündige ich wegen ihr", zitiert "Biber"-Journalistin Melisa Erkurt einen jungen Mann.

"Am meisten hat mich überrascht, wie wenig Ahnung diese Jugendlichen vom Islam haben. Sie geben den Mädchen Vorschriften vor, an die sie sich selbst nicht halten", erzählt die Redakteurin, selbst Muslima, im "Heute"-Gespräch. Die jungen Männer, mit denen Erkurt gesprochen hat, die der "Generation Haram" angehören, rauchen Shisha, erlauben es aber den Frauen nicht.

Sie trinken Alkohol oder gehen in Wettlokale, haben aber strenge Moralvorstellungen für Mädchen. "Es sind pubertierende Großmäuler, aber keine verlorenen Jugendlichen", beruhigt Erkurt abschließend. Viele muslimische Väter haben sich bei der Redakteurin bedankt: "Sie wollen ihren Söhnen jetzt auf den Zahn fühlen."

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