"Vandalenakte"

Schule verbannt Klopapier aus allen Burschen-Toiletten

Der Direktion eines Grazer Gymnasiums stinkt es gewaltig! Nach mehreren ungustiösen Häusl-Zwischenfällen wurde den Schülern das Klopapier gestrichen.

Newsdesk Heute
Schule verbannt Klopapier aus allen Burschen-Toiletten
Häusl-Disziplin: Ein Grazer Gymnasium hat nach ungustiösen Zwischenfällen vorübergehend Klopapier aus den Toiletten verbannt. (Symbolbild)
Getty Images/iStockphoto

"Ham S' anständig owelassen?" – diese immer gleiche Frage der fiktiven Frau Hirschinger aus einem vor 40 Jahren erschienen DÖF-Lied müssten Schüler eines Grazer Gymnasiums aktuell mit Nein beantworten. Auf den Burschentoiletten war es zuletzt vermehrt zu ungustiösen Zwischenfällen gekommen. Dabei soll nasses Klopapier auf die Decke geklebt und Rollen in der Schüssel versenkt worden sein, samt verrichteter Notdurft als stinkende Garnierung oben drauf. 

Die Versuchung, das Klopapier für derart widerliche Aktionen zu nutzen, hat die Direktion nun den Abfluss hinuntergespült: "Ab sofort gibt es auf den Burschentoiletten weder Toilettenpapier noch Handtücher. Bitte richtet Euch darauf ein, gegebenenfalls eigenes Toilettenpapier mitzunehmen", zitiert die "Kleine Zeitung" aus einem kürzlich ausgegebenen Infoschreiben der Schule.

"Betrachten solches Verhalten als inakzeptabel"

Der Bannspruch sorgt für Aufregung in Elternkreisen, in den Internetdiskussionen wird dabei deutlich, dass es solche "lustigen" Aktionen schon früher gegeben hatte. Gerade Klopapier an die Decke zu kleben, ist in gewisser Weise ein "Klassiker". Schnell wird klar, dass die Grazer Schule nicht die einzige ist, die damit zu kämpfen hat.

Mutmaßliche Zerstörungen oder Beschädigung von Schuleigentum, so auch der Sanitäranlagen, sei tatsächlich auch an anderen Schulstandorten beobachtet worden, sagt Sprecher Julian Kampitsch aus der Bildungsdirektion Steiermark: "Wir betrachten ein solches Verhalten als inakzeptabel und unvereinbar mit einer respektvollen Schulgemeinschaft." Gleichzeitig betont er, dass sich die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen aber vorbildlich verhalte.

"Halte das unter Beobachtung"

Die Direktorin selbst sieht keinen Grund zur Aufregung: "Eine Woche lang gab es am Burschen-WC kein Toilettenpapier. Wir haben nun beschlossen, es wieder zurückzugeben". Alle Eltern seien vorab über die Maßnahme informiert worden und im Sekretariat hätten Schüler jederzeit auf Anfrage ebenfalls Toilettenpapier bekommen: "Dann hätte man auch gewusst, wer verantwortlich ist, wenn damit etwas passiert."

Die Schüler haben derweil sozusagen auf Bewährung die Wischhilfen zurückbekommen. "Ich halte das unter Beobachtung und hoffe, dass die betroffenen Schüler gemerkt haben, dass das so nicht geht", so die Direktorin zur "Kleinen Zeitung" weiter. Ob die Lektion auch ausreichend lehrreich war, muss sich noch zeigen. Das Reinigungspersonal sei angehalten, jedwede unsachgemäße Schmutznutzung der Leitung quasi zur Anzeige zu bringen.

Die Schulchefin ist jedenfalls wenig begeistert, dass die Maßnahme überhaupt erst nötig wurde: "Es ist traurig, dass in einem wohlhabenden Land wie Österreich so etwas überhaupt passiert."

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