Welt

Schule zwang Mädchen zum Haarefärben

Eine japanische Schülerin musste sich ihre Haare schwarz färben. Jetzt klagt sie.
Heute Redaktion
13.09.2021, 22:44

Eine staatliche Schule in der Präfektur Osaka habe eine Schülerin mehrmals gezwungen, ihr von Natur aus braunes Haar schwarz zu färben. Sollte sie der Forderung nicht nachkommen, würde sie von der Schule fliegen. Das Mädchen folgte, die Familie klagt die zuständigen Behörden jetzt jedoch auf Schadensersatz.

Alle vier Tage sei die 18-Jährige kontrolliert und zum Nachfärben verdonnert worden. Dadurch habe sie Schmerzen und Reizungen erlitten. Seit September 2016 habe die Schülerin deshalb auch den Unterricht nicht mehr besucht.

Die Schulleitung informierte die Mutter des Mädchens darüber, dass keine Ausnahme gelten könne. Auch eine blonde Austauschschülerin habe sich ihre Haare schwarz gefärbt.

Tatsächlich verbietet eine Vorschrift der Schule das Färben oder Blondieren der Haare, das bestätigte auch der Direktor. Demnach müsste das Verbot allerdings auch für das Schwärzen von helleren Haaren gelten. Dazu wollte sich der Schulleiter Medienberichten zufolge allerdings nicht äußern.

An japanischen Schulen sind solche strengen Vorschriften nichts ungewöhnliches. Auch die Rocklänge oder der Schnitt der Schuluniform wird von einigen Einrichtungen vorgegeben.

(ek)

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