Schulleiter wütet über "sinnlose" Corona-Maßnahmen

In einem Brief an die Eltern seiner Schülerinnen und Schüler hat ein Berner Schulleiter seine persönliche Meinung zur Corona-Politik kundgetan.

"Ich werde die Maßnahmen wie bis anhin bis zu den Sportferien umsetzen. Sollte sich die Situation nicht wesentlich ändern, sodass ich durch vernünftige Begründung zur Einsicht käme, dass die Maßnahmen gerechtfertigt sind, werde ich ab da keine sinnlosen und schikanösen Maßnahmen mehr unterstützen, namentlich das Maskentragen", so heißt es in einem Brief eines Berner Schulleiters an die Eltern, aus dem der "Blick" zitiert.

Bereits länger Maßnahmen-Kritiker

Der Schulleiter aus dem bernischen Roggwil sei schon länger ein Kritiker der Maßnahmen gewesen, habe sie aber dennoch umgesetzt. In dem Brief hat er laut der Zeitung zudem über seinen Impfstatus gesprochen: "Ich habe mich nicht impfen lassen und habe keine Ahnung, ob ich mit dem Virus schon mal in Berührung gekommen bin."

Er habe auch nicht vor, sich impfen zu lassen, denn: "Ich brauche kein Impf-Dauerabo." Er sei sich der möglichen Konsequenzen seines Schreibens bewusst und würde sie auch in Kauf nehmen. Er sei auch bereit, sollte er "wider Erwarten stark krank werden" oder gar sterben.

Bildungskommission distanziert sich

Die Bildungskommission Roggwil hat inzwischen auf den Brief des Schulleiters reagiert und eine an die Eltern adressierte Stellungnahme auf ihrer Webseite veröffentlicht. Man distanziere sich von allen Aussagen des Schulleiters.

"Wir bedauern sehr, dass unser Schulleiter seine persönliche Haltung auf dem offiziellen Kanal der Schulleitung gestreut und Sie dadurch womöglich verunsichert hat", heißt es. Man werde die von Bund und Kanton angeordneten Corona-Maßnahmen umsetzen.

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