Österreich

Schulpsychologe wegen Kinderpornos verurteilt

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:43

In Graz ist am Dienstag ein ehemaliger Schulpsychologe am Straflandesgericht wegen des Besitzes und der Weitergabe von kinderpornografischem Material verurteilt worden. Der Mann hatte insgesamt 3.000 Videos auf seinem Computer gesammelt, mehr als 700 soll er auch weitergegeben haben.

Aufgeflogen war der Steirer bei einer Operation der Interpol Wiesbaden. Nachdem er ausgeforscht worden war, verlor er seinen Job und auch die Freundin verließ ihn. So hoffte die Verteidigung auf ein mildes Urteil. Der Angeklagte hat in der Zeit von 2005 bis 2015 rund 3.000 Videos mit kinderpornografischen Darstellungen gespeichert. Außerdem machte er 700 davon auch anderen zugänglich.

"Wissenschaftliche Studie"

Der Richter meinte dazu nur, dass das "das denkbar schlechteste Delikt" sei, "das man als Schulpsychologe machen kann". "Es hat wissenschaftlich begonnen - ich wollte eine Studie machen, wie es zu solchen Situationen kommt. Dann sind auch sexuelle Reize entstanden", erklärte der Angeklagte, wie es zu der Sammlung kam.

Er wurde zu sechs Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 2.400 Euro verurteilt.

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