Seit März gibt es in Wien einen eigenen Schulschwänz-Beauftragten. Auf diesen dürfte in den nächsten Monaten viel Arbeit zukommen. Das geht aus einer Anfragebeantwortung von Bürgermeister Michael Häupl an die ÖVP hervor.
Die Zahlen sind alarmierend und lassen für heuer einen Rekord an Schulschwänzern befürchten. In den ersten beiden Monaten 2012 gab es 481 Anzeigen wegen unerlaubten Fernbleibens vom Unterricht. 475 Verfahren wurden eingeleitet. Zum Vergleich: Im gesamten Schuljahr 2011 waren es 1601 Anzeigen, 2010 "nur" 1351. Die Dunkelziffer liegt deutlich höher, da ohnehin nur notorische Schulschwänzer angezeigt werden.
ÖVP-Bildungssprecherin Isabella Leeb, die die Anfrage eingebracht hat: "Der Beauftragte ist reine Augenauswischerei. Wir fordern pro Schulstandort einen Sozialarbeiter vor Ort."