Formel 1

Schumacher verlässt nach Raketen-Anschlag Saudi-Arabien

Ein Drohnen-Anschlag auf eine Ölraffinerie unweit der Strecke von Dschidda sorgte für Sicherheits-Debatten in der Formel 1. Reporter reisen ab. 
Heute Redaktion
26.03.2022, 13:00
olympia live
olympia live

Während des ersten Freien Trainings am Freitagnachmittag wurde eine Erdölanlage des saudischen Konzern Aramco mit Raketen angegriffen. Auf dem Gelände brach ein Großbrand aus. Die Rauchwolken waren kilometerweit zu sehen. So auch auf dem Corniche Circuit, der sich bloß zwölf Kilometer von der Raffinerie entfernt befindet. Zu dem Anschlag haben sich die Huthi-Rebellen aus dem Jemen bekannt. Aramco ist einer der wichtigsten Geldgeber der Formel 1 und Sponsor des Aston-Martin-Rennstalls.

Nach mehreren Sitzungen mit den Teamchefs und den Fahrern wurde schließlich beschlossen, zunächst das zweite Freie Training und schließlich das gesamte Rennwochenende fortzusetzen. "Das ist der sicherste Ort im gesamten Land", meinte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Die Motorsport-"Königsklasse" erhielt von der saudischen Regierung umfangreiche Sicherheitsgarantien. 

Schumacher reist ab

Doch nach dem Anschlag verließen mehrere Medienvertreter das Land. Darunter auch der ehemalige Formel-1-Pilot Ralf Schumacher, der als "Sky"-Experte in Dschidda war. Der 46-Jährige postete auf Instagram ein Foto, das ihn am Flughafen zeigte. "Auf nach München. Wenn wir pünktlich sind, sollte es noch klappen mit FP3", schrieb Schumacher. Ihn begleitete auch der "Sky"-Kommentator Sascha Roos. 

Andere des Produktionsteams blieben in Dschidda. Nach "Bild"-Informationen soll es der Sender den Mitarbeitern freigestellt haben, ob sie Saudi-Arabien verlassen wollen. Schumacher meinte noch vor dem zweiten Freien Training: "Ich weiß nicht, was wir alle hier noch machen."

Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen