Michael Schumacher wurde als Ferrari-Pilot zur Motorsport-Ikone, gewann mit dem Team aus Maranello fünf Weltmeistertitel. Sein Sohn Mick ist derweil auf dem besten Weg, seinem Vater zu folgen. Den Sprung in die Formel 1 hat der 23-Jährige bereits geschafft. Doch ob "Schumi Junior" einmal ins Ferrari-Cockpit steigt, ist fraglich.
Der Deutsche ist zwar Teil der Ferrari-Akademie, wurde deshalb beim Motoren-Kundenteam Haas untergebracht, um dort Erfahrungen zu sammeln. Daran wird sich aber auch in Zukunft nichts ändern, ist Franz Tost, Teamchef von "Alpha Tauri", überzeugt.
"Er muss noch drei Jahre woanders fahren", ist der österreichische Teamchef gegenüber "F1-Insider" überzeugt. Tost erklärt auch, warum: "Die Formel 1 ist extrem kompliziert aktuell. Ein Fahrer muss drei Jahre lang lernen. George Russell und Charles Leclerc haben diese Zeit auch gebraucht", ergänzte Tost.
Leclerc schlüpfte zwar nach einer Saison bei Sauber schon ins Ferrari-Cockpit, die "Roten Renner" sind allerdings erst seit Saisonbeginn konkurrenzfähig. Und George Russell sammelte drei Saisonen lang bei Nachzügler-Team Williams Erfahrungen, bevor der Aufstieg zu Mercedes kam.
Schumachers Situation ist schwierig. Vor allem, weil Leclerc noch bis 2024 bei Ferrari unter Vertrag steht und sich dessen Teamkollege Carlos Sainz mit konstant guten Leistungen für eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre empfiehlt. Die ist nur noch Formsache. Damit wäre die Fahrerpaarung bis 2024 fixiert.
Der Deutsche könne sich derweil nur in die Auslage fahren. "Er muss mal den Teamkollegen Kevin Magnussen konstant besiegen, um mit Haas Erfolg zu haben. Das ist jetzt sein Job und nichts anderes", fügte Tost an. Der Alpha-Tauri-Teamchef hat jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit jungen Talenten, half Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo oder Max Verstappen beim Sprung zu Red Bull.
Während Schumacher in der letzten Saison seinen Teamkollegen Nikita Mazepin noch konstant im Griff hatte, ist der Däne Kevin Magnussen, der den Russen ersetzte, derweil eine harte Nuss. Erst in Melbourne konnte Schumi seinen Rivalen erstmals hinter sich lassen.