Formel 1

Schumi setzt mit emotionalem Posting starkes Zeichen

Die Ereignisse in der Ukraine lassen auch die Formel 1 nicht kalt. Vor allem der Rennstall Haas und Fahrer Mick Schumacher setzten starke Zeichen. 
Heute Redaktion
26.02.2022, 16:06

Im Rahmen der Testfahrten in Barcelona war der US-Rennstall nach dem Einmarsch russischer Soldaten in die Ukraine am Donnerstag noch auf Tauchstation gegangen. Denn Haas hat mit Uralkali einen russischen Geldgeber, hat deshalb auch die russischen Farben am Frontflügel aufgepinselt.

Teamchef Günther Steiner und der russische Formel-1-Pilot Nikita Mazepin, der nur dank der Uralkali-Sponsormillionen im Boliden sitzt, sagten Pressekonferenzen kurzfristig ab. Der Rennstall gab dann bekannt, die russischen Farben sowie den Uralkali-Schriftzug für die Tests am Freitag zu entfernen.  

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Emotionales Schumi-Posting

Mick Schumacher, Sohn von PS-Ikone Michael Schumacher, ging derweil noch einen Schritt weiter, meldete sich am Samstag via sozialer Netzwerke zu Wort. Und veröffentlichte eine klare Botschaft. "Ich war während der Testfahrten hier auf Instagram ruhig, aber während sich dieser Krieg in der Ukraine entwickelt, fühlt es sich einfach nicht richtig an", leitete der Haas-Pilot seine Erklärung ein. 

"Es ist absolut herzzerreißend. Ich schicke mein tiefstes Mitgefühl und meine Unterstützung an alle Unschuldigen, die von diesem zerstörerischen Krieg betroffen sind", erklärte der 22-Jährige weiter. Schumi Junior bete dafür, "dass die unnötigen Handlungen der Gewalt aufhören", schloss mit dem Hashtag #IStandWithUkraine.

Kostet Krieg Mazepin das Cockpit?

Ein klares Zeichen, dass sich der US-Rennstall von seinem russischen Geldgeber distanziert. Es werde sogar die Auflösung der Verträge geprüft. "Wir müssen alle rechtlichen Fragen, über die ich nicht sprechen kann, in der kommenden Woche klären", meinte Steiner am Rande der Testfahrten in Barcelona.

Damit deutete der Teamchef auch an, dass Nikita Mazepin sein Cockpit verlieren könnte. Nicht nur, weil die Uralkali-Millionen wegbrechen könnten. Sondern auch weil dem Russen möglichweise ein Einreiseverbot in manchen Länder drohen könnte. "Das muss gelöst werden. Nicht alles hängt von uns ab. Da sind Regierungen involviert", meinte Steiner. Der Ersatz für den 22-jährigen Russen würde jedenfalls bereits parat stehen: Haas-Ersatzpilot Pietro Fittipaldi.

Mehr zum Thema