Pfefferspray-Anschlag: Ex-Mitarbeiter verurteilt

Der Beschuldigte vor dem Richter
Der Beschuldigte vor dem RichterBild: fotokerschi.at
14 Mitarbeiter mussten nach einem Anschlag auf ein Büro der oö. Landesregierung ins Spital. Jetzt wurde der mutmaßliche Täter (37) verurteilt.
In einem Büro der oö. Landesregierung, in dem auch das Bürgerservice untergebracht ist, kam es am 27. Juni dieses Jahres zu einem Gasalarm.

War zunächst von einem defekten Getränkeautomaten die Rede, stellte sich die Panne letztlich als ein Anschlag heraus.

Ein Ex-Mitarbeiter (37) soll in seinem früheren Büro mit einer Pfefferspray-Pistole hantiert haben. Dabei löste sich laut Staatsanwalt ein Schuss. Die Folge: 14 Mitarbeiter mussten ins Freie flüchten – und danach im Spital behandelt werden.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Am Donnerstag kam es zum Prozess gegen den beschuldigten 37-Jährigen, der im Alter von fünf Monaten einen Impfschaden erlitten hatte, seitdem im Rollstuhl sitzt und nur noch vier Prozent Sehkraft besitzt.

Der Angeklagte wollte sich "schützen"



Laut eigenen Angaben wollte er die Waffe entladen, als sich der Schuss löste. Als der Richter wissen wollte, warum er überhaupt mit einer Pistole in die Arbeit kam, antwortete der Angeklagte, er habe sich selbst schützen wollen – zum Beispiel vor aufdringlichen Bettlern.

Wegen fahrlässiger Gemeingefährdung wurde der Beschuldigte zu einer Geldstrafe in Höhe von 480 Euro verurteilt. Zwei verletzte Mitarbeiter bekommen von ihm Schadenersatz in Höhe von 563 bzw. 375 Euro – nicht rechtskräftig.

Vom Vorwurf, seine eigene Chefin, von der sich der 37-Jährige "gemobbt" fühlte, bedroht zu haben, wurde er jedoch freigesprochen.

(mip)

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