Antisemitische Angriffe haben in Österreich zugenommen. So wurden in einigen Bundeshauptstädten israelische Fahnen heruntergerissen. Auf dem Uni-Campus in der Spitalgasse in Wien beschmierten Unbekannte mehrere Hauswände mit antisemitischen Parolen und Diffamierungen, "Heute" berichtete.
Und vor wenigen Tagen wurde ein Feuer am jüdischen Teil des Zentralfriedhofs gelegt. Bei dem antisemitischen Anschlag brannte der Vorraum der Zeremonienhalle völlig aus. Zudem wurden an den Außenmauern Hakenkreuze mit Spraydosen aufgemalt.
Der Schutz von jüdischen Einrichtungen in Wien soll deshalb weiter verstärkt werden. Das ist am Montag bei einem Gespräch von Staatsschutz, Polizei, Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und der israelitischen Kultusgemeinde vereinbart worden.
Die Brandstiftung auf dem Zentralfriedhof, sowie die antisemitischen Anfeindungen im öffentlichen Raum und im Internet waren bei dem Treffen Thema. Die Bewachung soll verstärkt und der Einsatz technischer Hilfsmittel ausgebaut werden, berichtet der "ORF". Das betreffe nicht nur etwa Synagogen, sondern auch neuralgische Punkte jüdischen Lebens, hieß es.