Österreich

Schütze schrie Polizei nach: "Geschossen hab ich"

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:28

Ein freundlicher Pistolenfuchtler aus dem burgenländischen Bezirk Oberwart rief den Polizisten hinterher als sie ihn nicht fanden. Erst bei der Verhaftung war Schluss mit lustig: Dem sturzbetrunkenen Schützen mussten nicht nur Hand- sondern auch Fußfesseln angelegt werden, weil er um sich trat. Dabei konnte er aus eigener Kraft kaum noch stehen, so betrunken wie er war.

Ein freundlicher Pistolenfuchtler aus dem burgenländischen Bezirk Oberwart rief den Polizisten hinterher, als sie ihn nicht fanden. Erst bei der Verhaftung war Schluss mit lustig: Dem sturzbetrunkenen Schützen mussten nicht nur Hand-, sondern auch Fußfesseln angelegt werden, weil er um sich trat. Dabei konnte er aus eigener Kraft kaum noch stehen, so betrunken wie er war. 
Am Samstag wurde die Polizei in Pinkafeld spätnachts gegen 23.30 Uhr von einem Nachbarn gerufen, weil ein 49-Jähriger in der Nacht in seinem Anwesen in die Luft ballerte. Als die Beamten eintrafen bemerkten sie nichts Verdächtiges.

"Bleibt's stehen meine Freunde, geschossen hab ich."

Um halb eins in der Früh hörten die Polizisten plötzlich einen Mann, der ihnen vom Balkon aus hinterherbrüllte. "Bleibt's stehen meine Freunde, geschossen hab ich." Dann beobachteten die erstaunten Gesetzeshüter, wie der Mann gleich zwei Mal umfiel. Sie forderten den Schützen auf, ihnen die abgesperrte Eingangstür aufzumachen. Auf dem Weg dorthin stolperte der sturzbetrunkene Mann erneut und fiel über die Stiegen. Dabei schlug er sich die Stirn blutig. 

Handfesseln reichten nicht: Mann versetzte Polizei Tritt

Die Beamten versuchten, den Mann festzunehmen, doch da begann er sich zu wehren. Zuerst bekam der Betrunkene Handschellen angelegt, doch das brachte ihn in Rage. Daraufhin zückten die Polizisten auch noch Fußfesseln, um ihn irgendwie in den Streifenwagen bugsieren zu können. Beim Anlegen traf der 49-Jährige einen der Beamten mit dem Fuß. Der Polizist wurde dabei leicht verletzt und musste nach dem Einsatz zum Arzt und anschließend in den Krankenstand.

Katzenjammer am nächsten Tag: Täter entschuldigt sich 

Der Festgenommenen wurde von der Polizei vernommen - allerdings erst am Sonntag zu Mittag. Davor war er einfach noch nicht nüchtern genug. Sobald der Mann wieder alle seine Sinne unter Kontrolle hatte, gestand er reumütig und entschuldigte sich bei den Beamten. 

Bei der Hausdurchsuchung fanden die Beamten Langwaffen, Munition, einen Gasrevolver sowie Messer. Die Waffen wurden beschlagnahmt, gegen den Mann wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt. 

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