Die Schwammerl-Saison läuft auf Hochtouren und die "Pilz-Jäger" stürmen die heimischen Wälder. Doch wer die begehrten Großpilze sammeln möchte, muss sich an Regeln halten.
Die Mitglieder der Salzburger Berg- und Naturwacht überprüfen ganz genau das Ernteverhalten für Schwammerlsucher. Mit einer gezielten Kontrolle versuchen die Inspektoren das organisierte Suchen von Pilzen und Schwammerl zu verhindern.
Dass die Kontrolleure eine regelrechte "Aktion scharf" gegen die Schwammerlsucher gestartet hat, liegt vor allem an den Erkenntnissen der letzten Jahre, berichtet "ORF Salzburg". Dort habe man nämlich festgestellt, dass sich viele Sammler nicht an die vorgegebene Pilzschutzverordnung gehalten haben und einfach die Mengenbegrenzung ignorierten. Das ging dann sogar soweit, dass die "Pilz-Jäger" teilweise sogar organisiert in den Wäldern Salzburg herumspazierten und sich auf die Suche nach den beliebten Großpilzen machten.
Höchstens zwei Kilogramm
Mit schärften Kontrollen soll dem organisierten Suchen nun Einhalt geboten werden. Laut Pilzschutzverordnung dürfen nur bis zu zwei Kilogramm Pilze pro Person und vor allem pro Tag gesammelt werden. Personengruppen dürfen höchstens acht Kilogramm nach Hause mitnehmen.
In bestimmten naturschutzrechtlich geschützten Gebieten, wie in Naturwaldreservaten, ist das Pilze- und Schwammlersuchen überhaupt verboten. Der Grund liegt im Stören der natürlichen Abläufe, heißt es in der Pilzschutzverordnung.
Auch was das Verkaufen der Pilze im fremden Grund betrifft, gibt es klare Vorschriften. Wer die Schwammerl zum Verkauf und in größeren Mengen sammeln will, benötigt hiefür eine naturschutzbehördliche Bewilligung und die Zustimmung des Grundeigentümers.
Organisiertes Suchen unterbinden
Vor allem gegen die gewerbsmäßigen Pilz-Sammler will die "Schwammerlpolizei" vorgehen. Laut "ORF Salzburg" befinden sich neben Italienern, auch viele Einheimische. "Die suchen regelrecht in Suchtruppen bestimmte Geländeteile ab und markieren diese teilweise mit Lametta. Das heißt dann für die Nachkommenden von derselben Organisation, dass hier schon gesucht wurde", wird Peter Ferner von der Berg- und Naturwacht in dem Bericht zitiert.
Bei den Überprüfungen setzen die Kontrolleure aber nicht nur auf die Einhaltung der Pilzschutzverordnung, sondern sie wollen mit ihrer Arbeit auch aufklären. Denn durch das Suchen werden auch viele Tiere im Wald aufgeschreckt und in ihrem natürlichen Lebensraum gestört.
(wil)