Schwangere Katzenmama als blinder Lkw-Passagier

Die schwarze Katze hatte sich in einer Lagerhalle in Wien-Simmering versteckt, dürfte per Lkw aus Deutschland "eingereist" sein. Jetzt wird "Schneewittchen" im Tierschutzverein gepflegt.

Seit Donnerstag ist eine schwarze Langhaar-Katzendame zu Gast im Wiener Tierschutzverein (WTV) in Vösendorf (NÖ). Sie wurde von Mitarbeitern eines Logistikunternehmens in Wien-Simmering in einer Lagerhalle entdeckt. Da das Tier keine Anstalten machte, die Halle zu verlassen, wurde ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen zu Hilfe gerufen, welches das Tier mit einer Lebendfalle rasch einfangen konnte. Anschließend wurde die Katze in den WTV nach Vösendorf gebracht.



"Die genaue Herkunft des Tieres ist zwar nicht bekannt, jedoch hegen die Mitarbeiter des Logistikers aufgrund ihrer Transportrouten den starken Verdacht, dass die Katze in Deutschland in einen LKW gestiegen sein muss und quasi als blinder Passagier nach Österreich mitreiste", so Oliver Bayer vom WTV.

Ultraschall brachte den Beweis: "Schneewittchen" ist schwanger

Im WTV wurde das Tier schließlich eingehend tierärztlich untersucht. Da sie nicht gechipt war, ließ sich die deutsche Herkunft der Katze auf diesem Wege leider nicht nachweisen. "Schneewittchen", so der neue Name der Samtpfote, ist zum Glück kerngesund und in einem sehr gepflegten Zustand. Und sogar mehr als das: Bereits beim Abtasten hegte die WTV-Tierärztin die Vermutung, dass "Schneewittchen" nicht alleine gereist sein dürfte. Eine anschließende Ultraschalluntersuchung bestätigte die Diagnose. Die Katzendame ist mit mindestens vier Jungen trächtig und dürfte circa in der Mitte der Trächtigkeit sein (Katzen sind in der Regel rund zwei Monate trächtig).



",Schneewittchen' ist nun in einem ruhigen Katzenzimmer im WTV untergebracht, wo sie sich von dem Stress erholen darf und sich in aller Ruhe und mit liebevoller Pflege des WTV-Personals auf die Geburt ihrer Kätzchen vorbereiten kann. Der WTV wird allerdings dennoch über soziale Medien versuchen, mögliche Besitzer auch über die Landesgrenzen hinaus zu eruieren. Sollte sich niemand melden und klappt alles nach Plan, so können die Mama und auch ihre Babys, wenn sie groß genug sind und keine mütterliche Fürsorge mehr benötigen, nach medizinischer Freigabe und Ablauf sämtlicher gesetzlicher Fristen in einiger Zeit an neue liebevolle Plätze vergeben werden", so Bayer.

Der WTV bittet allerdings um Verständnis, dass aktuell keinerlei Angaben zum genauen Vergabezeitpunkt der Tiere gemacht werden können. Auch Reservierungen sind nicht möglich. (Red)

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