Schwangere: Lohn gekürzt und Nachtarbeit

Die AK Linz erstritt einer schwangeren Arbeitnehmerin fast 5.000 Euro. (Symbolbild).
Die AK Linz erstritt einer schwangeren Arbeitnehmerin fast 5.000 Euro. (Symbolbild).Bild: iStock

Trotz ihrer Schwangerschaft wurde eine Speditionsarbeiterin weiterhin zu schweren Arbeiten und Nachtarbeit eingeteilt. Auch der Lohn wurde ihr um die Hälfte gekürzt.

In diesem Fall half nur mehr die Arbeiterkammer Linz. Sie erstritt für eine Mitarbeiterin einer Paketzustellfirma fast 5.000 Euro brutto. Drei Jahre lang war die Arbeiterin bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt, als sie ihre Schwangerschaft bekannt gab.

Doch anstatt die Bestimmungen des Mutterschutzes zu berücksichtigen, wurde die werdende Mutter weiterhin zu schweren Arbeiten und Nachtarbeit eingeteilt.

Arbeitszeit von 30 auf 15 Stunden gekürzt

Zudem wurde ihr die Arbeitszeit und damit der Lohn gekürzt. Ihre wöchentliche Normalarbeitszeit von 30 Stunden wurde ohne Absprache auf 15 Stunden pro Woche verringert.

Die Frau führte genaue Arbeitszeitaufzeichnungen und konfrontierte damit ihren Arbeitgeber. Der aber reagierte nicht. Also wendete sich die angehende Mutter an die Arbeiterkammer Linz. Erst dann kam Bewegung in die Sache. Aber auch die Rechtsberater der AK brauchten mehrere Anläufe, um der Frau ihr vorenthaltenes Geld – fast 5.000 Euro – zu erstreiten.

Auch Arbeitsinspektorat schaltete sich ein

Außerdem schaltete sich das Arbeitsinspektorat ein, um die gesundheitliche Belastung der Schwangeren durch verbotene Arbeiten rasch abzustellen.

Mehr als 50.000 Arbeitnehmer suchten im heurigen Jahr schon Rat bei der Arbeiterkammer Linz. In 260 Fällen musste der AK-Rechtsschutz Linz im heurigen Jahr Klagen gegen Arbeitgeber einreichen.

(cru)

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