Oberösterreich

Schwangere sauer, weil Papa nicht mit ins Spital durfte

Der kleine Edin (2) schrie vor Schmerzen. Im Spital angekommen, durfte aber nur ein Elternteil rein. Und das obwohl Elvira M. (28) hochschwanger ist.
31.05.2022, 17:45

Der Junge hatte schon den ganzen Tag über Schmerzen. Am Abend entschieden sich seine Eltern dann, mit ihm ins Kinderkrankenhaus in Linz zu fahren. Dort angekommen, erlebte die Familie eine böse Überraschung.

Es sei nur eine Begleitperson erlaubt, sagte man ihr dort. Elvira M. versuchte der Dame am Schalter noch zu erklären, dass sie hochschwanger ist und ihr Mann nur schlecht deutsch spricht, aber auch das half nichts. Schließlich ging sie alleine mit ihrem Sohn in die Notaufnahme.

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„"Ich bin in der 38 Schwangerschaftswoche, es ist eine Risikoschwangerschaft. Deshalb habe ich die Dame am Schalter gebeten, dass mein Mann mit in die Notaufnahme darf", erklärte die 28-Jährige gegenüber "Heute".“

In der Ambulanz angekommen, ärgerte sich Elvira M. noch mehr. Nicht genug, dass sie die Rezeptionistin beschimpft hätte, im Wartesaal vor dem Behandlungsraum saßen außerdem zahlreiche Elternpaare mit ihren Kindern. 

„"Auf meine Frage, wieso hier Kinder mit beiden Eltern sitzen, sagte man mir nur, die hätten sich reingeschlichen."“

Das Warten wurde zur Tortur. Der Zweijährige schrie und musste sich übergeben. „Er hing die ganze Zeit auf meinem Bauch. Ich war schon total verzweifelt“, erzählt die Mutter. Diagnostiziert wurde schließlich eine Mittelohrentzündung auf beiden Ohren. 

Zuhause kam erneut Ärger auf, denn auf der Website des Krankenhauses stand deutlich, dass bei Minderjährigen beide Elternteile als Begleitperson erlaubt sind. 

Seitens des Spitals räumte man Fehler ein. "Es gut uns leid und wir haben uns bei der Dame bereits entschuldigt", so Brigitte Buberl vom Kepler Universitätsklinikum gegenüber "Heute".

Mittlerweile wurden die Regeln generell wieder gelockert. Das führt hoffentlich zu weniger Missverständnissen: Seit Montag dürfen wieder zwei Besucher pro Tag die stationären Patienten empfangen, bei Kindern dürfen weiterhin zwei Begleitpersonen mit in die Ambulanz.