Schwangeren heimlich Abtreibungspillen verabreicht

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Eine 26-jährige Kärntnerin gab ihrer schwangeren Schwägerin und ihrer schwangeren besten Freundin heimlich Medikamente, woraufhin beide Fehlgeburten erlitten. Die 26-Jährige wurde am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt zu 18 Monaten Haft - 14 davon bedingt - verurteilt.

Laut Anklage hatte die Frau ihrer Schwägerin und ihrer besten Freundin ein Fehlgeburten auslösendes Medikament ins Getränk gemischt. Die Tabletten waren eigentlich für die 26-Jährige selber gewesen, da diese 2010 zwei Fehlgeburten erlitten hatte.

Der Grund der Tat sei, dass die Täterin den Gedanken nicht ertragen konnte, dass es zwei Kinder geben werde, mit denen ihres hätte aufwachsen können. Das hätte sie stets an ihren Verlust erinnert, so die Angeklagte.

Keine absichtlich schwere Körperverletzung

Die 26-Jährige gestand den gewollten Abbruch der Schwangerschaften, doch die Anklage gegen absichtlich schwere Körperverletzung wurde von ihrem Verteidiger angefochten. Eine weitere Instanz wird sich mit dieser Frage beschäftigen.

Die Täterin wurde zu 18 Monaten Haft und zu einer Geldstrafe von insgesamt 16.500 Euro verurteilt.

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