Wiener übermalte "Schwarze Wand" am Donaukanal

Nach dem Terror-Anschlagwurden die Graffitis am Donaukanal mit schwarzer Farbe übermalt, das blieb aber nicht lange so. Was steckt dahinter?

80 Liter schwarze Farbe verwendeten Grafitti-Künstler, um letzte Woche zwischen Salztor- und Marienbrücke am Wiener Donaukanal ein dunkles Mahnmal gegen den Terror zu erschaffen. Die "Schwarze Wand" am Wasser sollte ein Zeichen für die Opfer des Anschlags in der Wiener City sein, so die Künstler. Auf 1.500 Quadratmetern wurden die bunten Grafittis übermalt. 

Gelbe Grafittis

Doch lange blieb die Wand nicht schwarz: Völlig legal übermalte Künstler Daniel Maurer (32) die "Schwarze Wand" am Donaukanal. Nun erstrahlt ein abstraktes, gelbes Kunstwerk auf dem schwarzen Trauerhintergrund. Das Grafitti soll ein Zeichen für das Leben sein. 

Wer dahinter steckt?

"Dienstag habe ich von der 'Schwarzen Wand' am Donaukanal in Ihrer Zeitung gelesen. Daraufhin habe ich am Mittwoch alleine das womöglich größte abstrakte Kunstwerk in der Wiener Geschichte geschaffen auf diesem schwarzem Untergrund. Mit ca. 50 Liter Farbe, der Titel ist : 'just4life' – um das Leben zu symbolisieren welches nicht stagniert", erklärt Künstler Daniel. "Die Wand ist für Grafittis gewidmet, jeder darf sie übermalen." Auch an anderen Stellen ist die "Schwarze Wand" schon wieder mit bunten Grafittis eingefärbt worden. 

Bei dem furchtbaren Terror-Anschlag am 2.11. wurden im sogenannten "Bermudadreieck" in Wien vier Menschen von einem islamistischen Attentäter kaltblütig erschossen, Dutzende verletzt. Die Morde ließen natürlich auch die Grafitti-Künstler nicht kalt. Das Kunstwerk ist bei der Wiener Salztorbrücke zu bewundern. 

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