Schwarzenegger zieht brisanten Nazi-Vergleich

Arnold Schwarzenegger
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Mit einem Vergleich der USA heute und der Zwischenkriegszeit der 1930er in Europa sorgt Arnold Schwarzenegger derzeit für reichlich Aufsehen.

In einem Gastkommentar für den "Economist" sieht Arnold Schwarzenegger Parallelen zwischen Österreich zu Zeiten des Nationalsozialismus und den heutigen Zuständen in den USA. In dem Beitrag wird der heute 73-Jährige emotional. Die Vereinigten Staaten seien seine "erste Liebe" gewesen, so der ehemalige Schauspieler und Spitzenpolitiker. Mit Sorge betrachtet er das Vorgehen des noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump. 

"Heute bin ich tief besorgt um mein Land. Als Einwanderer, als Amerikaner und als Republikaner ist es meine Pflicht, mich zu Wort zu melden", lässt "Arnie" seine Leserschaft wissen. Er selbst sein in den "Ruinen eines Landes" aufgewachsen, "das die Demokratie aufgegeben" habe, schreibt er über Österreich. Schwarzenegger wurde 1947, etwas mehr als zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges geboren. 

Der frühere Bodybuilder berichtet von den Schandtaten der Nazis, nennt die Zahl von 70 Millionen die dem System und dem Weltkrieg zum Opfer fielen. Außerdem erinnerte er an die Tausenden, die gefoltert wurden und an denen Experimente durchgeführt wurden. Über seine damaligen Landsleute sagt Schwarzenegger: "Nicht alle von ihnen waren rabiate Antisemiten oder Nazis. Viele gingen einfach Schritt für Schritt den Weg zum immer größer werdenden Übel mit, weil es der einfachste Weg war".

"Meine Pflicht, mich zu melden"

Heue sei er als "Einwanderer, als Amerikaner und als Republikaner" in der Pflicht, sich zu Wort zu melden. Er sei "tief besorgt" um sein Land. Zwar glaube er nicht, "dass Amerika zu solchen Abgründen des Bösen fähig ist", betont er. Doch solle sich jeder n die schrecklichen Konsequenzen erinnern, wenn Egoismus und Zynismus an erster Stelle steht. Beobachter erkennen einen eindeutigen Seitenhieb in Richtung Donald Trump. 

Schwarzenegger stößt vor allen Dingen das Verhalten des Präsidenten nach der geschlagenen US-Wahl sauer auf. Trump habe die Hoffnungen von Millionen Menschen in Wahlen zerstört, erklärt er. Denn auch mehrere Wochen nach seiner deutlichen Abfuhr gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden erkennt Trump seine Niederlage nicht an und spricht vor allem auf seinem Twitter-Account nach wie vor von Wahlbetrug. 

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